Geschichte Roms: Latinischer Städtebund

Winterweide

Fruchtbare Winterweiden waren schon in der Antike begehrt – hier bei Lübeck (MrsMyer Gnu free).

Geschichte Roms – der latinische Städtebund

Schon bald schloss Rom mit den latinischen Städten einen Vertrag, denn die Beziehungen zu ihnen waren lebensnotwendig, da beide vom Apennin her ernsthaft bedroht wurden.

Dort lebten Hirtenvölker, die Oskisch sprachen. Sie führten in den Hochplateaus ein hartes Leben und drängten nun zu den Häfen Latiums und in seine fruchtbaren Ebenen mit zahlreichen Winterweiden.

Immer wieder kam es zu harten Gefechten zwischen den Hirtenvölkern, Latinern und Römern. Die mächtigen Völker waren die Volsker und Äquer. Der latinische Städtebund verfolgte um 490 v. Chr. mit den Kämpfen unter anderem die Absicht, einen Verband latinischer Kolonien zu schaffen. Die Kolonien sollten latinische Basen zum Schutz vor äußeren Feinden bilden und die Bewohner der Regionen zu friedlichen Ackerbauern machen.

Erste Ideen für Kolonisation

Dies waren latinische, keine römischen Gründungen. Die römischen Bürger unter den Siedlern mussten Bürger des latinischen Städtebundes werden. Wie sich später zeigen sollte, lernten die Römer hier allerdings etwas: Die Idee der Kolonisation sollte bei der Entwicklung hin zum Römischen Reich eine wichtige Rolle spielen!

Winterweide

Geschichte Roms: Die Feinde der Römer

Latiner und Römer verbündeten sich auch gegen die Oskisch sprechenden Sabiner, die in unabhängigen Dorfgemeinschaften im Apennin lebten. Auch sie wollten gerne die fruchtbaren Ebenen Latiums bewohnen. Wenige Jahre nach Gründung der Römischen Republik war der Sabinerführer Attus Clausus derart angetan von der Stadt Rom, dass er mit angeblich 4000 Verwandten (!) und Gefolge auf römisches Gebiet einwanderte und zum Begründer des großen römischen Geschlechts der Claudier wurde.

Dies geschah um 505 v. Chr. Indem sie die Einwanderer gewähren ließen, hofften die Römer die Gefahr, die von den Sabinern ausging, beseitigt zu haben. Eine schwere Niederlage erlitten die Sabiner gegen die Römer allerdings erst im Jahr 449 v. Chr. In der Folge erloschen die Feindseligkeiten der Römer gegenüber den Sabinern. Die Stämme verschmolzen mit der Zeit, denn sie weideten auch ihre Schafherden gemeinsam. Im Sommer zogen sie mit den Tieren in die Sabiner Berge und im Winter in die latinischen Täler.

Feindschaft versiegt

Latium und Rom hatten das Glück, dass die feindlich gesinnten Volsker, Äquer und Sabiner zu schlecht aufgestellt waren, um sich gegen sie zu verbünden. Denn zu dieser Zeit lauerte noch einen ganz andere Bedrohung: Die Etrusker auf der anderen Seite des Tibers.

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