Religio Romana: Römische Religion | Bedeutung

Götterfest_BNM

Die Römer verehrten eine Vielzahl von Göttern. (Götterfest, Ulm um 1650, Elfenbein; David Heschler (1611–1667) Foto: User:FA2010; gemeinfrei).

Religio Romana

Die Religio Romana, die römische Religion ist eine antike polytheistische Volksreligion – mit Glauben an viele Götter – die vom 3. Jhd. v. Chr. bis zum 6. Jh. n.Chr. nachvollziehbar ist.

Die römische Religion basierte auf geradezu akribisch praktizierten Opferriten, welche die natürliche und öffentliche, durch die Götter gesicherte Ordnung (lateinisch pax deorum) aufrecht erhalten sollte und dem Wohl des gesamten römischen Volkes diente. Als römischer Staatskult war für die Römer der römische Glaube die natürliche Religion. Dies schwand erst mit den Toleranzedikten im 4. Jhd. n. Chr.

Die Bedeutung der Religion für die Römer

Für Römer hatte Religion einen sehr hohen gesellschaftlichen und lebensalltäglichen Stellenwert. Sie glaubten sogar, dass ihre Religion derer anderer Völker überlegen sei. Schriftlich belegt ist, dass die Römer annahmen, dass sämtliche ihrer Erfolge einzig der Religion und der Gunst der Götter zuzuschreiben sei und jedes Versagen in der mangelnden Beachtung oder eine fehlerhafte Ausführung der Religion den Zorn der Götter herbei geführt habe.

Diese Ehre der Religion in der römischen Politik, Ethik und im privaten und öffentlichen Leben wurde zum Teil von anderen antiken Völkern bewundert. Jedoch war die römische Religion weder sonderlich komplex noch entwickelter als die anderer Zeitgenossen. Sie wurde lediglich ernster genommen und entsprechend eifriger praktiziert.

Das Wesen der Religio Romana

Roemische-Goetter-Goettinnen

Römische Götter: Römershop.

Das besondere Wesen der Religion der Römer lag in der allgemeinen und spezifischen Göttervorstellung und dem entsprechenden Verhalten der Römer gegenüber ihren Göttern; allgemein und auch gegenüber den jeweiligen spezifischen Gottheiten. Insbesondere die Bezeichnungen der religiösen Bedeutungen und Ausführungen von Kulten lassen tief in die Psychologie der römischen Religion blicken.

Mit der griechischen Religion lässt sich die Römische indes nicht gleichsetzen, auch wenn zahlreiche Götter eine Entsprechung im griechischen Götterhimmel haben und viele Attribute der antiken Götter sich gleichen. Den besten Zugang um die Wesensidee der römischen Religion zu erschließen, ist die Betrachtung der Gottesvorstellungen der Römer. Die römische Religion kannte keine Theologie nach unserem heutigen Terminus, denn die Existenz der Götter stand nie infrage. Auch in philosophischen Diskursen der Antike nicht. Wenn, dann war dies griechisch-stoische Philosophie in einer lateinischen „Verkleidung“.

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