Römische Legionen, Namen und letzte Worte …

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Plutatarch berichtete über Legionen.
By Odysses via wikimedia commons.

Römische Legionen & Co

Römische Legionen (lateinisch legio, von legere: lesen im Sinne von: auslesen oder auswählen), waren selbstständig operierende militärische Großverbände.

Eine Legion bestand aus 3.000 bis 6.000 Soldaten schwerer Infanterie und einer kleinen Abteilung Legionsreiterei. Römische Legionen bestanden vom 6./5. Jhd. v. Chr. bis zum frühen 7. Jhd. n. Chr. Während dieser langen Zeit wandelten sie sich stetig.

In der Frühzeit Roms war Legion die Bezeichnung für das gesamte militärische Aufgebot Roms. Mit Roms Wachstum wurden zusätzliche Legionen aufgestellt. In den Wirren der Bürgerkriege wuchs die Zahl der römischen Legionen auf etwa 70 mit oft verminderter Stärke. Die Legion der klassischen römischen Kaiserzeit war durch die Heeresreform des Gaius Marius ab 107 v. Chr. geprägt.

Mit dieser Reform setzte sich auch eine Art Berufsarmee durch; besiegelt wurde dieser Schritt durch den ersten Kaiser Augustus um Christi Geburt. In der Kaiserzeit lag die Gesamtzahl der Legionen lange bei rund 30 Legionen. In der Spätzeit des römischen Reiches verloren die Legionen gegenüber der Reiterei an Bedeutung. Die Legionen schrumpften auf bis zu unter 1000 Mann, ihre Gesamtzahl verdoppelte sich dabei. Im Westen verschwanden sie im Laufe des 5. Jhd. in Ostrom endgültig im 7. Jhd. mit dem Übergang zum byzantinischen Heerwesen.

Römische Legionen: Beinamen!

Die meisten römischen Legionen trugen einen Beinamen. Dazu zählten: Fidelis – die Treue; Rapax – die Räuberische oder Reißende; Gemina – Zwilling – wenn zwei Legionen zu einer Einheit zusammen gefasst wurden; Italica – die Italienische; Valeria – die Tapfere; Adiutrix – die Unterstützende oder Primigenia – die Erstgeborene.

Und hier noch einige berühmte letzte Worte:

Aus „Leben des Demetrios“ (29) von Plutarch: „Der Feind stürmte in Massen auf Antigonos ein … Der aber sagte nur: Aber Demetrios wird kommen, um mich zu retten. Und in dieser Hoffnung harrte er aus und schaute sich ständig nach seinem Sohn um, bis er schließlich von einem Pfeilhagel niedergestreckt wurde. – Sein Sohn war auf einem anderen Teil des Schlachtfeldes aufgehalten worden.

Tigranes der Große von Armenien im Jahr 69 v. Chr. Bei Tigranocerta, als er die 12000 römischen Soldaten erblickte, die seine eigene Armee von etwa 135000 Mann kurz darauf vernichtend schlagen sollte: „Wenn das eine Armee ist, sind sie zu wenige. Und wenn das eine diplomatische Gesandtschaft sein soll, sind sie zu viele.“

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