Römische Schuhe: Römer trugen Latschen!

caligae legionäre

Schuhe wie diese trugen Legionäre. Sie nannten die Römer caligae.

Römische Schuhe: Was hatten sie an den Füßen?

Römische Schuhe unterschieden sich in Sandalen (soleae/sandalia), Schuhe (calcei) und Stiefel (caligae).

Sandalen in der Öffentlichkeit zu tragen, verstieß gegen die guten Sitten. Mit einer Ausnahme durfte man jedoch die mit weichen Riemen am Fuß befestigten Sohlen tragen: Auf dem Weg zum Gastmahl waren sie als „Schuhe“ statthaft – wer sich zu Tisch legte, zog die Sandalen aus, beziehungsweise ließ sie sich von einem Sklaven (demere soleas) abnehmen. Sonst dienten die Sandalen quasi als Pantoffeln im häuslichen Bereich.

Der zur Toga gehörige Ausgehschuh war der calceus, ein fester, über den Knöchel reichender, geschlossener Schuh aus weichem Oberleder. Die einfachste Ausführung für den „kleinen Mann“ nannte man pero. Als Standesabzeichen trugen Patrizier und Senatoren besonders auffällige Schuhe in rot oder schwarz, die sie mit Riemen bis etwa zur Mitte des Schienenbeins aufbanden (calceus senatorius). Männer trugen in der Regel naturfarbige Schuhe. Nicht in der Form, jedoch in der Farbe unterschieden sich die Schuhe für Frauen. Diese konnten weiß oder farbig sein. Betuchte Frauen trugen auch mit Perlen, Gold oder Edelsteinen besetzte calcei.

Römische Schuhe: Es gab sogar Stiefel!

Die dritte Schuhsorte, der Stiefel, wurde meist von Bauern, Fuhrleuten und vor allem von Soldaten getragen. Diese Stiefel machte ein bis deutlich über die Knöchel reichendes Riemengeflecht stabil. Die Sohlen bestanden aus rund acht Millimeter dicken Rindsleder und waren mit je 80 bis 90 halbkugelförmigen Eisennägeln besetzt. Diese Stiefel anzuziehen, dauerte allein drei bis vier Minuten! So hilfreich die scheren Nägel im Gelände waren, so gesellschaftsuntauglich waren sie: Im Menschengewühl der Straßen Roms waren sie ein Schrecken für Zivilisten!

caligae

Römische Schuhe gibt es auch im Römershop des Forum Traiani.

Römische Schuhe wie Sandalen!

Sozusagen, und die sehen so aus: Die Römer hatten in der Regel Holz-Sandalen, die unseren heutigen Zehenpantoletten sehr ähnlich sehen. Die Holzsandalen waren für den Besuch in der Therme bestimmt. Die Laufunterlage war ein aus Holz gefertigtes Brett in Fußform, in welches drei Löcher gebohrt wurden. Zwei Lederriemen wurden seitlich mit Knoten in die Bretter versenkt, die Riemen konisch in der Mitte des vorderen Schuhs verbunden. So entstanden die Sandalen: wie Flipflops!

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