Römische Schule Lehrer und Unterricht in Rom

Römische Schule Latein

Römische Schule Latein

Jedem Schüler heute würden die Augen aus dem Kopf fallen, denn Schule ereignete sich im alten Rom in aller Öffentlichkeit! In Ladenlokalen oder Bretterbuden, auf Foren oder in Säulenhallen, an einer Kreuzung oder auf einem Platz direkt an der Straße. Das Brüllen der Lehrer war entsprechend in der ganzen Nachbarschaft zu hören, ebenso das Buchstabieren der Schüler oder die Schreie, wenn es Hiebe gab. Es war im wahrsten Sinne „trivialis scientia“ (an der Straßenecke erworbenes Wissen), das man in den meisten Grundschulen lernte.

Römische Schule eine Privatsache?

Grund dafür war, dass Schulbildung Privatsache war. Die Eltern mussten den Unterricht aus eigener Tasche finanzieren. Der Unterricht begann sehr früh am Morgen, im Winter noch bei Dunkelheit. Über Pausen berichten Quellen nichts, es dürfte sie aber wohl gegeben haben, ebenso wie einige Tage Schulferien im Jahr.

Jungen und Mädchen wurden gemeinsam unterrichtet. Im Alter zwischen sieben und elf Jahren besuchten Schüler die Elementarschule. Danach war für die meisten die Schulzeit beendet. Höhere Schulbildung, das hieß Unterricht beim grammaticus bis etwa zum 16. Lebensjahr.

Das Ambiente änderte sich derweil kaum – und auch die eintönige Methodik – Nachsprechen und auswendig lernen – nicht. Vor allem Grammatik und Literatur wurden gelehrt.

Rethor

Die dritte und höchste Ausbildung des römischen Schulsystems war die beim Rhetor: Hier ging es um die Rhetorik für Studenten, die einer gehobenen gesellschaftlichen Stellung voraus gehen musste. Im Alter von 16 bis 20 Jahren lernten die Männer der Oberschicht Redekunst, die „artes liberales“ – die als Bildung im Sinne der für freigeborenen (höhere) Bürger schicklichen Künste – „Nicht für das Leben, sonder für die Schule lernen wir“, stammt von Seneca aus dieser Zeit.

Schulferien

Eine mehrmonatige Sommerpaus oder dergleichen ist für die römischen Schüler jedoch nicht bezeugt. Überhaupt hatten sie wahrscheinlich sehr wenige schulfreie Tage. Ganz sicher gab es jedoch an den Saturnalien, die sich im Dezember über eine Woche erstreckten, freie Tage für die Schüler.

Auch an den Quitarius, die vom 19. bis 23. März gefeiert wurden, hatten die Eleven frei. Es gab nicht einmal ein freies Wochenende! „Frei“ hatten die Schüler nur dann, wenn das Marktgeschrei der Feilbieter lauter war, als das des Lehrers.

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