Römische Sklaven: Clowns, Witzbolde & Gören

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Sklaven durften auch gerne komisch sein in der Antike.
By RyanMcGuire via Pixabay.

Römische Sklaven: Kleinwüchsige & Clowns

Unter dem Namen deliciae, „Lieblinge“, liefen römische Sklaven bei den römischen Herren, jene Haussklaven und unfreie Menschen, die unter einer körperlichen oder geistigen Behinderung litten.

Vor allem kleinwüchsige römische Sklaven und anders missgestaltete waren sehr begehrt unter der römischen Oberschicht, die sich Haussklaven hielt. Sogar der Handel mit den deliciae florierte und in Rom gab es einen eigenen Monstrositäten-Markt. Kurzarmige oder etwa ein- oder dreiäugige Menschen erzielten dort Höchstpreise! Auch als Geschenke waren solche missgebildeten Sklaven unter den Römern in Mode.

Witzbolde und freche Gören unter den römischen Sklaven

Römische Sklaven: Die Vorliebe reicher Sammler galt nicht nur physisch abnormen Menschen. Auch Geistesschwache hielten sich reiche Römer als Narren zur Belustigung. Echte fatui und fatuae, männliche und weibliche Kretins, waren gleichfalls begehrt. Doch nicht alle Hausnarren waren wirklich behindert. Unter ihnen gab es etliche Possenreißer, die mit ihrer Frechheit und Unverfrorenheit das Privatpublikum unterhielten. Manche Narretei war anspruchsvoller, wie zum Beispiel ein Duell zweier scurrae, Witzbolde, die sich gegenseitig rhetorisch gefeilt schmähten und beleidigten – so schilderte Horaz.

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Auch freche Kinder dienten der Belustigung reicher Herrschaften und ihrer Gesellschaft. Besonders gefragt waren vorlaute Knaben aus dem griechischen Alexandria. Auch sie erzielten Höchstpreise und besonders die reichen Damen der römischen Oberschicht schienen an diesen deliciae Freude zu haben. Sie trugen dann die Drei- oder Vierjährigen nackt überall mit sich umher. Doch nicht alle Römer waren von derartiger Unterhaltung überzeugt. Es gab auch Gäste, die sich demonstrativ von ihrem Sklaven die Schuhe bringen ließen und sich verabschiedeten, wenn die vermeintlichen Narren ihren Auftritt hatten. Wie Plinius der Jüngere befand: Alles eine Geschmacksfrage!

Römische Sklaven: Sklavenaufstände!

Durch die zum Teil an Grausamkeit grenzende und sehr willkürliche Behandlung der römischen Sklaven gab es in Rom aber auch etliche Male blutige Sklavenaufstände, darunter sogar drei, die sich zu wahren Kriegen entwickelten. Dies war die andere Seite der Sklavenhaltung. Der bekannteste dieser Aufstände ist der Spartacus-Aufstand in den Jahren 73 bis 71 v. Chr.

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