Römisches Essen | Das gesellige Gastmahl

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„Gastmahl“: Öl auf Leinwand by Stephan Kessler via wikimedia commons.

Das römische Gastmahl

Das gesellige Gastmahl spielte bei den Römern eine sehr wichtige Rolle und ging meist einher mit künstlerischen Darbietungen. Hier legten die Römer großen Wert auf ausschweifende und luxuriöse Gestaltung für das römische Gastmahl. Je ausgefallener ein solches römisches Gastmahl war, desto gelungener galt es. Einfache Gerichte und Getränke waren dennoch stets ein Bestandteil der römischen Gastmähler und sogar großer Bankette.

Römische Garküchen

In der Antike verfügten die Mietshäuser für die ganz normalen Bürger in den Großstädten nur sehr selten über eine Küche. Gekocht wurde deshalb in so genannten Garküchen, die es in Rom an jeder Ecke gab. Sonst aßen die Römer viele Speisen auch einfach kalt, setzten ihre Mahlzeiten aus Brot, Öl – dem Hauptkalorienlieferant in der Antike – sowie Käse und einfachem Obst und Gemüse zusammen.

Dazu gab es oftmals einen als Massenware produzierten Salzfisch. Diese kalten Gerichte sowie ein einfacher Wein waren günstig und wurden schon in Rom für die einfachen Bürger in Massen zur Verfügung gestellt. Händler in den Straßen boten das entsprechende Angebot. Auf dem Land war die Gemüse- und Fleischversorgung natürlich sogar noch ein wenig besser als in der Großstadt. Moretum, eine würzige Kräuterpaste und puls (Brei) gehörten zu den Standardgerichten der römischen Küche – sie war eben einfach und schlicht.

Die „Haute cuisine“ aus Griechenland

Reichere Familien, die eine eigne Küche hatten, kochten zu Hause und besorgten ihre Lebensmittel auf dem Markt. Da es keine Kühlungsmöglichkeiten gab, waren römische Lebensmittel oftmals konserviert oder aber man kaufte sie jeden Tag frisch – was die Regel war. In Rom gab es zahlreiche Spezialmärkte für Fleisch, Fisch, Gemüse oder Obst. Sie schlängelten sich nebeneinander entlang einer Straße, damit die Kunden ihre Waren in einem Zuge bsorgen konnten. Für Gastmähler oder andere größere Feierlichkeiten mit mehreren zu bewirtenden Gästen konnten römische Gastgeber in diesen Märkten sogar das Küchenpersonal anmieten.

Erst im Zuge ihrer Eroberungen in Griechenland machten die Römer Bekanntschaft mit der „Haute cuisine“ der Antike. Die traditionell einfache bäuerliche römische Küche übernahm in der Folge viele griechische Lehnwörter im Bereich der kulinarischen Begriffe und Berufe.Gastmahl_Simon_total

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