Theater in römischen Nächten?

Colosseum_in_Rome,_Italy_-_July_2007

Das römische Kolosseum bei Nacht. via wikimedia commons by Dnalor 01.

Nachtvorführungen: Gab es die in der Antike?

Sicherlich fanden die meisten Theateraufführungen und ähnliches in der Antike tagsüber statt. Denn Licht gab es – auch im Theater – nur durch Fackeln oder Kerzen. Manche warben sogar damit, dass es für die Vorstellung Sonnen-Segel gab, um das Publikum vor der Hitze zu schützen. Wer anderes, als der zügellose Kaiser Nero, sollte also Nachtvorführungen im Theater ein pompöses Forum geben?

Neros Lichtfestspiele führte er im Jahr 60 ein. Alle fünf Jahre sollte es nach griechischem Vorbild ein quinquennale certamen (alle fünf Jahre ausgetragener Wettkampf) geben. Dieser war in drei Sparten unterteilt: Wagenrennen (hippische agone), gymnastische Wettbewerbe und musische Preiskämpfe in Gesang, Poesie, Musik und Beredsamkeit. Die Stiftung des Kaisers lief unter dem Namen Neronia.

Theater im nächtlichen Rom

Das Theater fand Tag und Nacht statt. Die Bühne wurde nachts in üppiges Fackellicht getaucht. Nero selbst nahm an den Spielen teil und reüssierte – nicht ganz ohne Druck auf das Publikum – als Redner in Rhetorik und im Gesang. Manche der Zuschauer harrten gar ganze Tage und Nächte aus, aus Angst. Denn sie fürchteten die Strafe für eine Majestätsbeleidigung, wenn sie die Spiele verließen. Allerdings hatte es auch zuvor in der Geschichte schon Gladiatoren-Kämpfe bei Fackelschein gegeben.

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Colosseum_in_Rome,_Italy_-_July_2007

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