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Häuser - Villa

Das römische Haus: Nicht immer allein bewohnt!

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So sehen römische Straßen heute aus: Via Luciano Manara in Trastevere, dem Rione XIII in Rom. By Joadl (free license) via wikicommons.

Das römische Haus – domus & insulae

In sehr kalten Wintern beheizten die Römer ihre Wohnhäuser. Dazu benutzte man sehr trockenes Holz, das in einen bewegbaren Ofen kam. Hatte das Haus ein Bad, wurde die Wärme vom „hypocaustus“ – einer Heizanlage im Keller des Wohnhauses – durch Rohre in die darüber liegenden Wohnräume geleitet.

Die römischen Wohnhäuser, domus, waren in Reihen angelegt. Frei stehende Häuser gab es jedoch auch, sie hießen „insulae“. Diese Häuser waren größer und wurden meist an mehrere Familien vermietet. Nach dem großen Brand in Rom, der unter Kaiser Nero die Stadt zerstörte, durften „insulae“ nicht höher als 70 Fuß (20 Meter) gebaut werden.

Die insulae waren von Einfriedungsmauern umgeben und von jedem Stockwerk aus führte eine Stiege direkt hinunter auf die Straße.

Übrigens hatten die Auguren das Recht, Häuser, die sie daran hinderten den Vogelflug zu beobachten, niederreißen zu lassen!

Das römische Haus: Die meisten waren Mietshäuser in Rom!

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Magnet aus dem Römershop.

Die Parzelle, auf der das römische Haus stand nannten die Römer „area“. Die sehr schmalen Wege zwischen den „Inseln“ der Häuser hießen „angiportus“. Sie verbanden die Straßen miteinander. Unter den Kaisern Valens und Valentinian soll es in Rom 64 602 Häuser gegeben haben – 44 792 davon „insulae“. Die meisten Häuser in Rom waren also mit mehreren Familien bewohnte Mietshäuser.

In Rom gab es neben den großzügigen römischen Häusern auch so etwas wie Volkswohnungen, denn nur die Reichen hatten eigene römische Häuser. In den Kollektivhäusern hingegen drängten sich die Menschen, um einige Stunden des Tages dort zu verbringen und insbesondere die Nacht. Die Menschen teilten sich die Häuser und zahlten ihren Anteil an einer Miete. Oft brachten sie ihre eigenen Möbel mit, manche mieteten die Wohneinheiten aber auch schon mit Möbeln – diese wurden hauptsächlich von Proletariern bewohnt.

Zwischen den Armen und den Reichen gab es in Rom auch eine Mittelschicht. Meist taten die Bewohner Roms dieser Schicht sich zusammen und kauften oder bauten etwa gemeinsam ein Haus.

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