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Das römische Reich Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon

Gladiatoren | Ausbildung der Gladiatoren

Gladiatoren-Ausbildung
Gladiatoren-Ausbildung

Gladiatoren Ausbildung

Die Ausbildung der Gladiatoren fand in besonderen Schulen (ludi) statt. Berühmte Gladiatorenschulen befanden sich in Capua und in Pompeji. Eine der größten Gladiatorenschulen gab es zudem in Ravenna.

Nach Schätzungen gab es insgesamt etwas mehr als 100 Gladiatorenschulen, die unter Leitung eines Gladiatorenmeisters standen. Dieser war zugleich Besitzer der Schule.

Häufig reisten Gladiatoren in einer Truppe (familia) von Stadt zu Stadt. Der Besitzer der Truppe vermietete seine Gladiatoren an Veranstalter von Kämpfen.

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Gladiatoren | Stars der Antike

Lyon-Glas-Gladiatoren
Lyon-Glas-Gladiatoren
picture by Carole Raddato

Siegreiche Gladiatoren waren Sexsymbole und Popstars ihrer Zeit. Auf Gladiatoren wurde gewettet und vom gemeinen Volk wurden sie hoch verehrt.

Selbst Kaiser gingen in die Arena im Gladiatorenkampf – wenn vermutlich mit Holzschwertern als Vorprogramm für die eigentlichen Kämpfe um Leben und Tod.

Doch trotz des Kults standen Gladiatoren, zusammen mit Huren und Schauspielern, außerhalb der römischen Gesellschaft. Sie hatten keine Rechte und wurden dafür verachtet.

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Gladiatoren | Ihr Alltag

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Gladiatoren Relief
von Mediatus,via Wikimedia Commons

Gladiatoren – Tagesablauf 

Auch die Hygiene spielte eine große Rolle. Gladiatoren erhielten zur körperlichen Fitness häufig Massagen und durften heiße und kalte Bäder nehmen. Weil so viele Gladiatoren nah beieinander lebten, legten die Medici Wert darauf, dass die Gefahr von Krankheiten und Infektionen auf Minimum gehalten wurden.

Die Lebensbedingungen von Gladiatoren waren oft besser als die der römischen Unterschicht.

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Gladiatoren | Sieg und Freiheit

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Gladiatoren Siege

Der Gladiator auf der Siegesstraße 

Der Gewinner wurde mit Siegespalmen und später, als das professionelle Gladiatorengewerbe weit verbreitet war, mit Siegprämien belohnt. Ein erfolgreicher Gladiator wurde als „plurimarum palmarum gladiator“ (Gladiator mit den meisten Palmen; Cicero) bezeichnet. Das Publikum konnte den Veranstalter bitten, alten oder besonders beliebten Gladiatoren die Freiheit zu schenken. Wurde der Wunsch gewährt, erhielten diese Gladiatoren ein hölzernes Schwert (rudis) und wurden rudiarii genannt. Dies erfolgte etwa nach drei Jahren und bedeutete für die Kämpfer die Freistellung von der Pflicht, am Kampf teilnehmen zu müssen.

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Gladiatoren | Juvenal und die Gladiatur

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Colosseum Zeichnung
AndreasPraefcke Wikimedia Commons

Juvenal läßt grüßen 

Decimus Iunius Iuvenalis, bekannt unter dem Namen Juvenal, war ein römischer Satirendichter des 1. und 2. Jhd. Seine präzisen Lebensdaten sind jedoch unbekannt. Er stammte wahrscheinlich aus Aquinum. Aber auch alle weiteren Informationen über den Dichter sind kaum erwiesen, größten Teils Spekulation. Vermutlich widmete er sich erst in mittleren Jahren dem Literarischen. Vielleicht ließ ihm erst der Tod des Domitian in 96 n. Chr. die nötige Freiheit zur Meinungsäußerung. Seine Schaffensphase dürfte hauptsächlich in die Zeit Hadrians fallen. An ihn richtet sich die siebte Satire.

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Gladiatoren | Ein Gedicht von Sonja Simeon

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Gladiatoren der Zeit

Gedicht von Sonja Simeon 

Tränen aus Blut;
vergossen in der Arena des Lebens,
dem Sand der Zeit.

Wir kämpfen um zu Leben
leben um zu kämpfen
Gladiatoren gleich.

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Gladiatoren | Ihre Einschulung

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Gladiatoren Schule ludus
by Carole Raddato

Gladiatoren Schule 

Wenn ein neuer Rekrut, genannt Novicius, an einer Gladiatoren-Schule in die Ausbildung kam, wurde er zunächst durch die lanista (Inhaber der Schule), einen Arzt und den Trainern beurteilt. Vom Medici (Arzt) wurde seine Fitness überprüft. Sein Körper wurde quasi bewertet, damit entschieden werden konnte, welche Art von Gladiator-Ausbildung er erhalten sollte.

War seine Physiognomie dazu geeignet eine schwere Rüstung zu tragen oder sollte er lieber in leichter Rüstung kämpfen, waren etwa Fragen, die in die Bewertung einflossen. Die Mehrheit der Gladiatoren entstammten Kriegsgefangenen.

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Gladiatoren | Der Kampftag

Gladiatoren | Der Kampftag
Gladiatoren | Der Kampftag
picture by Carole Raddato

Gladiator | Der Kampf 

Kaiser Augustus etablierte die Veranstaltung von Gladiatorenkämpfen als kaiserliches Privileg. Er bestimmte auch den Ablauf eines Gladiatorenkampfes entscheidend mit.

Die bislang eigenständigen Tierhetzen band er erstmals in den Ablauf am Kampftag ein.

Typisch für einen Tag in einem Amphitheater in der nachaugusteischen Kaiserzeit war der folgende Ablauf:

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Gladiatoren | Waffen

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Die Gladiatoren Bewaffnung
picture by Carole Raddato

Die Gladiatoren und ihre Waffen

Die Ausrüstung der Gladiatoren war von großer Wichtigkeit. Zwei Gladiatoren in Tunika eröffneten üblicherweise die Spiele. Bewaffnet waren sie mit einem Kurzschwert, dem Gladius, nach dem die Kämpfer benannt sind. Sie trugen zudem einen von einem Federbusch gekrönten Helm und ein Rundschild.

Sehr beliebt waren beim Publikum die Retiarius, die mit einem Netz, Dreizack und Dolch kämpften. Sie trugen keinen Helm und kämpften gegen schwere Gladiatoren. Sie zählten zu den so genannten „Rennern“.

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Gladiatoren | Alle Typen

Lyon-Glas-Gladiatoren-Kampf
Glas mit Gladiatoren Kampf
picture by Carole Raddato

Gladiatoren Vielfalt – die Gattungen

Gladiatoren wurden nach ihren Waffen und Kampfstile in verschiedene Gattungen unterteilt. Es gab immerhin fast 30 unterschiedliche Gladiatoren – und 42 verschiedene römische Kaiser sahen die Blutbäder im Kolosseum. Die relative Seltenheit der aufwändigen und kostspieligen Gladiatorenkämpfe blieb über die Jahrhunderte weitgehend konstant. Noch im Jahr 354 n. Chr. wurden von den 176 Festtagen 102 für Theateraufführungen, 64 für Wagenrennen und nur zehn für Gladiatorenkämpfe genutzt. Kaiser Honorius war es, der das Ende der Gladiatorenkämpfe in 399 verfügte. Der letzte bekannte Gladiatorenkampf in der Stadt Rom ereignete sich am 1. Januar 404.