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Pantheon - Götter Römer Lexikon

Der römische Gott Neptun: Wind und Wellen!

Wellen
By Carl Curman via wikimedia commons.

Der römische Gott Neptun und seine Symbolik

Das Symbol des römischen Gottes Neptunus war der Dreizack, mit dem er Felsen spalten und Quellen entspringen ließ. Heilig waren der römischen Gottheit Pferde, Delphine und Stiere. Neptun war Teil der ersten Götterbewirtung im Jahr 399 v. Chr.

Die sibyllinschen Bücher verwiesen auf Merkur als Götterpartner. Diese Verbindung ist vermutlich auf die große Bedeutung des Seehandels für Rom zurückzuführen. Auch die ersten Bronzebarren-Prägungen Roms setzen dieser wichtigen Verbindung ein Zeichen: Eines der Doppelmotive waren der Caduceus des Merkur auf der einen Seite der Münze und der Dreizack des Neptun auf der anderen. In späterer Zeit wiesen die Römer in ihrem Götterglauben dem Meeresgott auch die römische Göttin Minerva zu, was ebenfalls in der Bedeutung der Seefahrt begründet lag. Minerva hatte bereits im alten Latium Bezug zum antiken Schiffbau.

Gott Neptun und die Winde und Wellen

Mars und Neptun verband einerseits das Kultopfer Stier, zudem stand der römische Gott Mars für das Landheer und Neptun für die Seemacht. Beide Gottheiten besaßen einen Altar am alten ager Tarquiniorum, wo ihnen mit zahlreichen Opfern gehuldigt wurde. Neben dem 23. Juli gab es noch zwei weitere stadtrömische Feiertage zu Ehren des römischen Neptunus: den 23. September und 1. Dezember. Beides waren Einweihungstage der Neptunus Equester geweihten Tempeln. Und nicht nur Kaiser und andere hoch gestellte Persönlichkeiten huldigten Neptunus. Zahlreiche Altäre bezeugen die feste Verankerung Neptuns in der römischen Götterwelt. Vor allem berufsspezifische Weihen, wie etwa von Schiffsreedern sind überliefert. Dabei huldigten die Römer nebst dem Gott selbst, auch den Numina des Meeres, den Winden, den Wellen …

Wellen

Neptunus und Poseidon in der antiken Kunst

Unter Claudius erhielt der römische Gott Neptun in der Religion neuen Auftrieb. Das hatte mit der Eroberung der Insel Britannien zu tun. Kaiser Claudius ließ auch den Hafen von Ostia anlegen und unter seinem Adoptivsohn Nero wurden die letzten großen Serien mit Neptun-Darstellungen auf römischen Münzen geschlagen. In weiteren Prägungen wurde vielfach auf den antiken Münzen der römische Gott Neptun von Oceanus verdrängt. Oceanus erhielt jedoch nie bei den Römern einen eigenen Kult, denn er war die Übernahme der griechischen Personifizierung. Die bildende Kunst machte hingegen keinen Unterschied zwischen Poseidon und Neptun. Beide wurden in der Antike stets als nackte, bärtige Männer dargestellt. Sie erschienen in der antiken Kunst meist zu Pferde oder auf einem mächtigen Meeresungeheuer reitend.