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Das römische Reich Pantheon - Götter Römer Lexikon

Römischer Gott Hercules: Lorbeeren für den Gott

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Lorbeeren für den römischen Gott Hercules.
Via wikimedia commons: Franz Eugen Köhler; Medizinal-Pflanzen.

Römisches Fest für den Gott Hercules

Das römische Fest zu Ehren des Gottes Hercules begingen die Römer am 12. August. An diesem Tag brachte der praetor urbanus das Staatsopfer am Ara Maxima dar. Ein junges Rind und ein Schwein wurden zu Ehren Hercules geschlachtet. Dazu wurde ein scyphus, ein aus Holz geschnitzter und mit Pech abgedichteter Becher benutzt. Dieser galt als Reliquie des römischen Gottes.

Ganz in der Nähe des heiligen Ortes hüteten die Römer zudem die heilige Keule des Hercules. Das Fest der römischen Göttin Diana wurde am Folgetag begangen und Hercules erhielt an diesem Tag ebenfalls mit seinem Beinamen Victor, für Sieger, erneut Opfergaben.

Die beiden Götter teilten sich auch bei der ersten Götterbewirtung 399 v. Chr. einen Stuhl. Beziehungen zwischen Gottheiten war eine typisch italische Tradition. Hercules wurde von den ihn verehrenden Römern zum Beispiel manchmal auch mit der Hirschkuh der griechischen Artemis dargestellt. Als zweiten Beinamen nannten die Römer ihren Gott Hercules auch Invictus, der Unbesiegte.

Symbole: Römischer Gott Hercules

Die Symbole des römischen Gottes Hercules, des Starken und Unbesiegten, waren eine Keule, ein Bogen und das Löwenfell. Die Keule des Gottes war eine sehr kunstvoll hergestellte Waffe und als heilige Pflanze galt dem Gott die Weißpappel. Das Schwein war das typische Opfertier für den Hercules-Kult. In zahlreichen Lararien – häuslichen Schreinen zu Ehren der Götter – in der Kaiserzeit wird Hercules als römischer Hausgott auch mit seinem Trinkbecher dargestellt. Zudem tauchen auch die Äpfel der Hesperiden immer wieder im Zusammenhang mit der römischen Gottheit auf.

Lorbeeren für den Gott Hercules

Die ältesten Statuetten stellen Hercules in einer Tracht dar, die dem des phönizischen Gottes Melkart entspricht. Der Kopf des Löwenfells ist dem Gott eine Kapuze – als Zeichen seiner Stärke. Die Vorderläufe sind über der Brust des römischen Gottes verknotet und der restliche Pelz des Tieres schmiegt sich an seinen Körper. Mit einem Gürtel oder einer Schließe wurde das Gewand auch dargestellt. Unter dem Fell trägt Hercules in der Darstellung zumeist eine relativ kurze Tunika.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der römische Gott Hercules mit dem phönizischen Ursprung einer der beliebtesten Götter des römischen Volkes. Und natürlich verglichen sich auch die römischen Kaiser in ihrem Größenwahn gerne mit Hercules Invictus, dem siegreichen Gott. Kaiser Trajan verehrte Hercules Gaditanus als Gott seiner spanischen Heimat und Kaiser Augustus sah in Hercules ein göttliches Vorbild, der mit Einsatz seines Lebens Lorbeeren errang.

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