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Römer Lexikon

Geschichte Roms: Siege Hannibals

Hannibal_und_Scipios_(1538,_San_Francisco)
Hannibal und Scipio: Heinrich Alde Grave via wikimedia commons.

Geschichte Roms – Die Siege Hannibals

Nach seinen Siegen konnte Hannibal die karthagische Armee auf 50.000 Mann ausbauen. Rom war empört über die schlechte Kriegsführung, die zum Verlust des norditalienischen Gebiets geführt hatte und wählte 217 v. Chr. den für Reformen freudigen Konsul Flaminius – eine indirekte Kritik an der Kriegsführung des römischen Senats.

Der neue Konsul versuchte natürlich sofort, den Vormarsch der Karthager in den Süden aufzuhalten. Doch die Karthager wichen aus und unter rauen Witterungsverhältnissen soll Hannibal, der auf seinem einzigen verbliebenen Elefanten ritt, auf einem Auge erblindet sein. Flaminius folgte der römischen Armee, wurde jedoch in einer Niederung zwischen den Bergen und dem Trasimenischen See eingeschlossen. Zwei römische Legionen und auch Flaminius fielen. Der Weg nach Rom lag für Hannibal nun also offen. Doch Hannibal verfügte nicht über die notwendigen Gerätschaften, um eine Bresche in die Mauern Roms zu schlagen. Hannibal umging also Rom und richtete sich nach Süden, um sich auf der Halbinsel nach Verbündeten umzusehen.

Der römische cunctator

Fabius Maximus hatte zu dieser Zeit den Befehl über die römische Armee. Er war ein Zauderer, wie ihn die Römer nannten: cunctator, der es vermied die neu zusammengestellten Truppen der Römer aufs Spiel zu setzen. Lieber verhinderte er die Versorgung der feindlichen Armee, indem er die Felder in ihrer Nähe verbrannte. Im darauf folgenden Jahr wurde Fabius Maximus von zwei unerfahrenen Konsuln abgelöst, welche eine sehr starke römische Armee unter sich befehligten. Sie wollten den Krieg mit einem Schlag beenden und zogen auf offener Ebene, bei Cannae, in die Schlacht. Die Römer in der Zahl überlegen und Hannibal gab unter dem Druck nach.

Hannibal_und_Scipios_(1538,_San_Francisco)

Römer unterliegen den Truppen Hannibals

Doch der heiße Schirokko-Wind behinderte die Römer und so gelang es Hannibals Truppen dennoch, die Römer an beiden Flanken und seitens der Kavallerie auch im Rücken einzuschließen. In dieser hoffnungslosen Lage unterlagen die Römer schließlich den Truppen Hannibals. Es war eine der schwersten Niederlagen, die Rom jemals erlitt, waren sie doch der Armee Hannibals weit überlegen gewesen. Einer der römischen Konsuln fiel in diesem Gefecht. Der andere Konsul ging nach Rom zurück, wo die Niederlage die Moral nicht so sehr erschüttert hatte, dass die Römer nicht erneut ihre Truppen zusammen gestellt hätten. Um 212 v. Chr. unterstrich Rom gar trotz all der Schwierigkeiten seine Stellung als Großmacht durch die Herausgabe einer Silbermünze, des Denars.

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Römischer Denar.