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Römer Lexikon

Geschichte: Untergang griechischer Königreiche

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Philip V – by PHGCOM via wikicommons.

Geschichte: Untergang der griechischen Königreiche

Innerhalb nur kurzer Zeit hatten die Römer gegen die beiden mächtigsten griechischen Königreiche Krieg geführt und ihnen schwere Niederlagen zugefügt.

Die griechischen Gebiete waren besetzt. Doch die Einbußen, die Philipp V von Makedonien hatte hinnehmen müssen, waren nicht endgültig. Im Jahr 179 v. Chr. starb Philipp V und sein Sohn Perseus wurde sein Nachfolger. Bei den Nachbarn versuchte der Makedonier seinen Einfluss zu erhöhen, auch wenn er den Vertrag für den Frieden mit den Römern erneuerte. Acht Jahre später sahen die Römer dennoch die römischen Siedlungen in den von Griechen bewohnten Ländern gefährdet und erklärten Makedonien erneut den Krieg.

Zähes Ringen um Makedonien

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Erst im vierten Kriegsjahr gab es eine Entscheidung um die makedonischen Gebiete und Perseus sah sich gezwungen, aus dem Grenzgebiet zu weichen. Konsul Lucius Aemilius Paullus konnte in die makedonische Ebene vorrücken, wo es bei Pydna zur Schlacht kam. Im ersten Anschlag wurden die Römer zurück geschlagen. Doch während die Phalanx der Makedonier vorrückte, entstanden Lücken, in welche die römischen Einheiten eindrangen. Andere griffen die Flanken an und schließlich siegte die Legion über die Phalanx. Nach der Schlacht war die makedonische Armee vernichtet. Perseus kapitulierte und seine Monarchie wurde abgeschafft. Das Land wurde von den Römern in vier Republiken aufgeteilt. Zum ersten Mal war eines der drei großen Nachfolgreiche Alexanders von den Römern vollständig vernichtet worden.

Roms imperialistische Politik – Königreiche

Innerhalb einer einzigen Generation war die griechische Welt, in der drei große Reiche das Gleichgewicht gehalten hatten, durch die Niederwerfung zwei dieser Reiche für immer zerstört. Nun drängten die Römer in die Länder um das Ägäische Meer vor. Die Aufteilung des makedonischen Reiches in vier autonome Republiken hatte dafür gesorgt, dass das Land zu schwach war, um Rom noch in irgendeiner Weise schaden zu können. Zugleich waren die Republiken aber auch zu schwach, um sich selbst verteidigen zu können. 150 v. Chr. gab ein Mann namens Andriskos vor, der Sohn des inzwischen verstorbenen Königs Perseus zu sein. Es gelang ihm, Makedonien wieder zu vereinigen und sich selbst zum König über das Reich zu ernennen. 148 v. Chr. sahen sich die Römer daher gezwungen einzugreifen und den vermeintlichen König aus dem Land zu vertreiben.

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