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Pantheon - Götter Römer Lexikon

Göttin: Venus bringt die Liebe!

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Venus-Göttin der Liebe-Skulptur-Französisches Rondell-Sanssouci by Steffen Heilfort via wikimedia commons.

Die römische Göttin Venus

Die römische Göttin Venus entspricht der griechischen Aphrodite und der ägyptischen Göttin Hathor. Sie ist die altitalische Göttin der Liebe und des Begehrens, der Gärten und die Ahnherrin der Römer.

Ihr Attribut ist der Gürtel und die typische Farbe ihrer Opfertiere weiß. Der Name der römischen Liebesgöttin ist wortverwandt mit venustas, lateinisch für Anmut und venerari, verehren. Der Aphrodite entsprechend, war die Venus später die Göttin der Liebe und wurde von den Römern als Ahnherrin und Beschützer der Römer verehrt. Die römische Venus stand auch in enger Beziehung zu den Kulten der babylonischen Ischtar, der phönizischen Astarte und der ägyptischen Isis.

Antike Göttinen: Aphrodite und Venus

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Im Römershop gibt es die Venus als hinreißende Haarnadel!

Die griechische Göttin Aphrodite ist die Tochter von Zeus und der Okeanide Dione. Ihre Macht über die Menschen und Götter war enorm. Nur Athene, Artemis und Hestia waren ihr keine Untertan. Aphrodite wurde zur Gemahlin des griechischen Gottes Hephaistos, hatte jedoch zahlreiche Liebhaber, zum Beispiel den Kriegsgott Ares oder auch den Götterboten Hermes. Die Kinder der Aphrodite waren eigenwillige Gestalten. Das Lieblingskind der Göttin jedoch war der schöne Jüngling Adonis. Das wichtigste Attribut der Liebesgöttin war ein Gürtel, in dem der Sage nach aller Liebeszauber eingeschlossen war. Hera soll einmal Zeus damit verführt haben. Alle, welche die Macht der Aphrodite nicht anerkannten, wurden grausam bestraft. Im antiken Griechenland feierte man die ersten Aprilnächte mit Orgien zu Ehren der Göttin Aphrodite. Schon zu dieser Zeit waren übrigens auch Streiche unter Freunden üblich! Und auch die Germanen schon neigten bei ihren Frühlingsbräuchen zu Aprilscherzen!

Die römische Venus

Als Mutter des Aeneas wurde die römische Göttin Venus schließlich zur Ahnherrin der Römer. Ihr ältestes Heiligtum stand an der Nordwestspitze Siziliens auf dem Berg Eryx. Der dort praktizierte Kult war jedoch eher orientalisch, was durch die Existenz von Hierodulen (Tempelprostituierten) belegt ist.

Die Stadt Rom bestand bereits seit viereinhalb Jahrhunderten, als dort der erste offizielle Venustempel errichtet wurde. Im Jahr 295 v. Chr. weihte man der römischen Gottheit Venus obsequens, die Erhörende, ein Gebäude, das aus Strafgeldern von Matronen finanziert wurde, die Ehebruch begangen hatten. Der Bau hatte also einen moralischen Hintergrund. Er muss in der Nähe des Circus Maximus gelegen haben, konnte jedoch bis heute nicht gefunden werden. Das Einweihungsfest fand zur Vinalia rustica statt, dem ländlichen römischen Weinfest, welches die Römer traditionell am 19. August begingen. Schon der alte Kalender von Antium verwies auf das Venusfest und das Weinfest am gleichen Tag.

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