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Römer Lexikon

Plebejer: Die Römer

Tullius_Hostilius_über_Veji
Der Sieg des Tullius Hostilius über Veji. Italien 17. Jhdt. Öl auf Leinwand; gemeinfrei via wikimedia commons.

Die römischen Plebejer

Die Plebejer waren der Großteil des römischen Volkes, der nicht dem patrizischen Geburtsadel angehörte.

Zu ihnen gehörten einfache Handwerker und Bauern, aber auch vermögende Ritter und Senatoren.

Die Plebejer zur römischen Königszeit

Der historische Ursprung der Plebejer sind die Ureinwohner des Gebiets, das später Rom wurde. Vermutet wird, dass dies eine Volksgruppe war, die von den Ramnes, einem fremden Stamm, unterworfen wurde. Die Eroberer und zwei weitere Stämme, nahmen die politische Macht an sich und wurden zu Patriziern. Die Ureinwohner mussten fortan das Patronat durch die Patrizier anerkennen, um über diese ihre Ansprüche durchzusetzen. Da diese Form des frühen römischen Klientelwesens zwar die Aufgabe der persönlichen Rechte bedeutete, zugleich aber auch ein respektvolles Verhältnis zwischen Patron und Klient herrschte, war das Verhältnis zwischen den Plebejern und Patriziern in der ersten Zeit attraktiv für beide Seiten.

Ureinwohner und Zugezogene stellen die Plebejer Roms

Erst durch den Zuzug nach Rom durch die Bewohner der Stadt Alba, welche Rom unterworfen hatten, stieg die Zahl der „rechtlosen Einwohner“ in der italischen Stadt. Unter Tullus Hostilius entsprach schließlich die Zahl der Plebejer in etwa der der Patrizier. Den neuen Siedlern, die später auch aus anderen unterworfenen latinischen Städten nach Rom kamen, wurde der Aventinhügel als Wohngebiet zugewiesen.

Tullius_Hostilius_über_Veji

Die Zuwanderer wurden zwar zu römischen Bürgern, jedoch nicht optimo iure – weder in die patrizischen curiae noch die gentes wurden die Plebejer integriert, womit sie auch nicht an den comitia teilnehmen durften und somit keine politische Teilhabe hatten. Selbst juristisch hatten sie keine Möglichkeit gegen Ungerechtigkeiten vorzugehen. Doch wie die römischen Vollbürger, mussten sie Kriegsdienst leisten. So bildete sich unter den Plebejern eine Selbstorganisation. Auch sie bildeten gentes und gingen unter Aufsicht der patrizischen Pontifices ihren religiösen Riten nach. Da ihnen die Heirat in eine patrizische Gens verboten war, blieb eine Vermischung der Plebejer mit den Patriziern aus.

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