Archiv der Kategorie: Römer Lexikon

Göttin Vesta: Den Römern heilig

Vestatempel

Rom – Blick auf den Vestatempel. Aquarell A. Castelli (1809-1902) via wikimedia: neumeister.com.

Die römische Göttin Vesta

Die römische Göttin Vesta war die Beschützerin des staatlichen Feuers. So waren Feuer und Flamme ihre Attribute, der Esel zudem ein Symbol der römischen Gottheit.

Ihre griechische Entsprechung war die Göttin Hestia. Der römischen Göttin Vesta wurden ausschließlich unblutige Opfer dargebracht. Ursprünglich war Vesta im römischen Glauben die Beschützerin des Herdfeuers und die Hüterin der Flamme. Erst ab augusteischer Zeit wurde sie zur Göttin des römischen Staatsherdes. Weiterlesen →

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Zweiter Punischer Krieg und Hannibal

Hannibal_and_Scipio

Im Kampf: Hannibal und Scipio. Via wikimedia commons (1700).
Wandreliefs gibt es auch im Römershop.

Die Karthager in Spanien und der Punische Krieg

Hamilkar Barkas, der die karthagische Armee anführte, ertrank im Jahr 229 v. Chr. Sein Nachfolger (Schwiegersohn) Hasdrubal verlegte das Hauptquartier der Truppen nach Carthago Nova (Cartagena), einem Ort auf einer Halbinsel, mit dem besten Hafen weit und breit. Hasdrubal gelang es, die spanische Grenze bis fast an die Pyrenäen zu verschieben in den Norden und tief ins Innere des Landes. 221 v. Chr. wurde Hasdrubal ermordet. Die Befehlsgewalt ging über an seinen Schwager Hannibal. Dieser stieß ebenfalls weiter ins Landeinnere vor, doch die Küstenstadt Sagunt leistete ihm erbitterten Widerstand. Weiterlesen →

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Hannibal vor den Toren Roms!

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So ging Hannibal in die Geschichte ein (gnu free).

Hannibal vor den Toren Roms

Hannibal erschien nun vor den Toren Roms und ritt 205 v. Chr. auf einem Rappen um die Stadtmauern. Da es den Römern nicht gelungen war, Hannibal an der Überschreitung der Pyrenäen zu hindern oder seinen Marsch nach Italien anzuhalten, wollten sie wenigstens verhindern, dass Hannibal seinen Bruder, Hasdrubal Barkas, im karthagischen Kolonialreich in Spanien um Verstärkung bitten konnte.

Die Römer wollten einen Feldzug in Spanien führen. In den ersten sieben Jahren konnten die spanischen Armeen der Römer unter dem Kommando zweier Brüder der Scipionen die Herrschaft über die Mittelmeerküste erringen und stießen nach Süden vor. Doch als sie Sagunt erreichten, wurden beide Befehlshaber tödlich verletzt. Weiterlesen →

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Der Mythos um die römische Göttin Nemesis

Nemesis Neapel

L’alata Nemesi (Vendetta) punta il dito verso la nave di Teseo che ha appena abbandonato Arianna, in lacrime. Creative Commons.

Gottheit Nemesis

Die römische Göttin Nemesis galt in der antiken Mythologie als Göttin des „gerechten Zorns“ und wurde damit auch zur Rachegottheit.

Ihre Begleiterin ist die Göttin Aidos, die Scham. Die „Rachegottheit“ Nemesis bestraft vor allem die menschliche Selbstüberschätzung und die Missachtung von Themis, dem göttlichen Recht und der Sittlichkeit. Sie ist in unserer heutigen Anwendung bezeichnet in der Regel eine ausgleichende, vergeltende Gerechtigkeit oder einen ewigen Gegenspieler. Weiterlesen →

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Attribute: Der Handelsgott Mercurius

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Statue des Merkur via wikimedia commons.

Handelsgott Mercurius: seine Attribute

Die Zeichen des römischen Handelsgott Mercurius waren der Heroldsstab in der linken Hand und das marsupium, der Geldbeutel aus dem Balg eines kleinen Tieres, in der Rechten. Oftmals trug der römische Gott Mercurius auch einen Reisehut auf dem Kopf.

Andere Darstellungen zeigen die römische Gottheit auch ohne Hut und ließen ihm Flügel aus den Haarlocken sprießen. Manches Mal war das marsupium durch eine Spendenschale ersetzt. Der Stab hieß auf Griechisch kerykeion und auf Lateinisch caduceus. Dieser war geflügelt und mit zwei achtförmig gewundenen Schlangen versehen. Weiterlesen →

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Römisches Recht: Rechtsprechung in Provinzen

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Abguss Fragment des Diokletianischen Höchstpreisedikts; wikimedia: MatthiasKabel.

Die römische Rechtsprechung in den Provinzen

Die Zufriedenheit der Bevölkerung in den römischen Provinzen ließ sich von den römischen Statthaltern vor allem durch eine gut funktionierende Rechtsprechung sichern. Deshalb fiel dies in die Haupttätigkeit der Statthalter.

Vorbild war das stadtrömische Prinzip. Wie die römischen Praetoren, veröffentlichten die römischen Statthalter in den Provinzen bei Amtsantritt ein edictum, das ihre Regierungs- und Rechtsprechungsgrundsätze verkündete. In den meisten Fällen übernahmen die Statthalter dabei die Praxis ihres Vorgängers – so diese sich bewiesen hatte. Das edictum wurde vermutlich unter Kaiser Hadrian schließlich kodifiziert und als Provinzial-Edikt für alle römischen Provinzen allgemeingültig. Weiterlesen →

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Göttin Diana: Tempel auf dem Aventin

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Auch im Hofgarten Münchens gibt es einen Tempel zu Ehren der Diana. Via wikimedia commons by Rufus46 (Creative Commons).

Alle durften die römische Göttin Diana ehren

Die prähistorischen Wurzeln teilt die römische Göttin Diana mit der griechischen Göttin Artemis. Beider Ursprung der Gottheiten liegt in der neolithischen Epoche der Jäger und Sammler.

Beide Göttinnen wachten über die zu jener Zeit festen Regeln für die Schlachtung erlegter Tiere. Eine Tötung eines Tieres außerhalb des antiken Ritus bestrafte die römische Göttin Diana umgehend. Als echter Jäger, sorgte sie zudem für die Nachhaltigkeit im Tierbestand. So kam Diana zu ihrem Ruf als Geburtsgöttin bei den Menschen. Weiterlesen →

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Römischer Gott Silvanus: Hütet das Haus!

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Altar mit Flachrelief des Gottes Silvanus (Marmor) – Gnu free by Jean-Pol GRANDMONT.

Der römische Gott Silvanus

Silvanus war ein römischer Waldgott. Wie auch Saturnus, galt er als einer der großen Götter des goldenen Zeitalters, als Gott des bäuerlichen Weltbildes und als Erfinder des Pflanzenbaus.

Er verkörperte die Macht der Natur und des Wachstums. Allerdings wurde er nur im privaten Bereich verehrt. In der Literatur wird der römische Gott Silvanus als horridus (struppig) dargestellt, allerdings bestätigen bildliche Darstellungen dies nicht, denn dort ist der Waldgott Silvanus meist ordentlich mit langem, gelockten Haar und einem Bart dargestellt. Frühere Bilder des Silvanus zeigen ihn auch spärlich bekleidet, meist nur mit einem Schaffell und einer Tiermütze aus dem Fell eines Bären. Eines der Hauptattribute des römischen Gottes Silvanus ist ein Kranz aus Pinienzapfen oder ein Zweig eines Pinienbaumes. Diesen hält er in seinen Händen. Weiterlesen →

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Die Entdeckung der Ostsee in der Antike

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Rauchschwalbe in Heiligenhafen. Sitzt hier auf einer Steinschüttung am Ostseeufer. Via wikicommons: Hirundo_rustica_2.JPG: Aiwok.

Die Entdeckung der Ostsee in der Antike

Den ersten Bericht über die Existenz der Ostsee dürfte der Flottenvorstoß von Kaiser Tiberius in den Jahren 4/5 n. Chr. geliefert haben. Dabei wurde Jütland, das so genannte Cimbrorum promuntorium, zum Teil umschifft.

Berichte aus dieser Zeit nennen Landeplätze für Schiffe entlang der Ostseeküste und erwähnen ein Vorgebirge mit dem Namen Ru(s)beas, mit dem vielleicht Kap Skagen gemeint war. Weiterlesen →

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Römische Geschichte: Scipio & Hannibal

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Philadelphia Museum of Art‎; Sailko creative commons.

Scipio in Afrika

Die Senatoren zögerten zunächst, den siegreichen Scipio auf dessen Verlangen nach Afrika gehen zu lassen, um dort die Karthager direkt anzugreifen. Schließlich war auch Hannibal noch in Italien.

Doch schließlich erlaubten sie das Vorhaben. Scipio hob 7.000 Mann aus, wodurch ihm insgesamt rund 30.000 Soldaten zur Verfügung standen. Mit dieser Armee landete er in Nordafrika. Dort stieß Massinissa, der über einen Teil Ostalgeriens herrschte, mit seiner Reiterei zu ihm. Im Jahr darauf kehrte Hannibal nach 15 Jahren aus Italien in seine Heimat zurück. Karthago hatte Friedensverhandlungen mit Rom eingeleitet, doch Hannibal überredete die Regierung zum Abbruch dieser Gespräche. Weiterlesen →

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