Römische Dichtung: Entwicklung des Theaters

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Büsten wie diese des berühmten Redners Cicero gibt es im Römershop zu bewundern.

Theater in der Antike

Über die Theaterbauten zu Zeiten der Römer ist nur wenig überliefert. Da diese römischen Theaterbauten temporäre, aus Holz gezimmerte Bauten waren, ist nichts davon erhalten geblieben.

Sicherlich waren die antiken römischen Spielstätten für die Inszenierung der römischen Dichtung sehr ähnlich gebaut wie die griechischen so genannten theatron, die aus einem halbkreisförmigen Zuschauerrang bestanden und eine Orchestra für die mitwirkenden Sänger der Theateraufführung hatten. Da jedoch im römischen Theater kein Chor auftrat, war vermutlich die Orchestra auch für Zuschauer gedacht. Die Schauspieler waren auf einer Bühne, namens pulpitum, Requisiten waren vermutlich im römischen Schauspiel auch eher spärlich. Masken verwandten die Römer beim Theaterspiel nicht, wohl aber Kostüme. Frauenrollen wurden in der römischen Dichtung von Männern gespielt.

Die römische Dichtung entwickelt sich fort

Im ersten Jhd. v. Chr. hatte sich die römische Dichtung von ihrem griechischen Vorbild weg entwickelt, auch wenn um die Mitte des ersten Jhd. v. Chr. in Rom ein Zirkel junger literarischer Talente entstand, die sich der hellenistischen Dichtung als so genannte Neoteriker wieder zuwandten. In der Philosophie blieb die römische Dichtung dem griechischen Vorbild verhaftet. So übertrug etwa der Dichter T. Lucretius Carus (um 99 bis 55 v. Chr.) die Bücher des griechischen Philosophen Epikur in seinem Lehrgedicht „Über das Wesen der Dinge“, De rerum natura, in die römische, westliche Welt.

Die Satire, die in Rom als Literaturgattung entstand, brachte den Autor C. Lucilius (180 bis 102 v. Chr.) hervor. Er war ein Ritter aus Kampanien, der in verklausulierter Form der römischen Gesellschaft in politischen, sozialen und künstlerischen Fragen auf eloquente Art einen Spiegel vorhielt.

Die römische Dichtung und Cicero

Ebenfalls eine römische literarische Schöpfung ist die schriftliche Herausgabe von Reden, die in der Kurie oder im Senat gehalten wurden. Schreiber verbreiteten diese dann unter dem römischen Volk. M. Porcius Cato Censorius (234 bis 149 v. Chr.) war der erste dieser Herausgeber in lateinischer Sprache. Rund 80 Fragmente seiner schriftlichen Reden wurden erhalten. Cicero kannte sein Werk gut. Ihm waren rund 150 der schriftlichen Reden geläufig.

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