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Römer Lexikon

Römische Namen: ein Name reichte zunächst

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Papyrus etwa überlieferte uns römische Namen – im Römershop erhältlich!

Römische Namen: die Entwicklung Namensgebung

Römische Namen sind aus der Antike aufschlussreich überliefert, denn Grabsteine, Ehrenmale oder auch der römische Beschreibstoff und Papyrus sind Zeugen für das Namenswesen der Römer.

Bei den Römern ließen die Namen oft gar nicht auf die Zugehörigkeit zu einer Familie schließen, sondern viel eher auf die Herkunft oder das Aussehen der Person. Die römische Namensgebung folgte einem recht pragmatischen Prinzip, manchmal sogar einfacher Logik.

Römische Namen: Ein Name reichte nicht!

Papyrus-Schreibfeder (1)
Papyrus und Schreibfeder aus dem Römershop.

Wie die meisten indoeuropäischen Völker, war es auch bei den Römern üblich, nur einen Namen zu tragen. In der frühesten Römerzeit hieß etwa der Gründer der Stadt Rom ganz einfach Romulus.

Ein anderer Namenszusatz ist nicht bekannt. Sein Bruder war schlicht und einfach Remus und ihr Großvater hörte auf den Namen Numitor. Je größer jedoch die zusammengeschlossenen römischen Gemeinwesen wurden, desto verwirrender wirkte dieses System der römischen Namensgebung. So entwickelte es sich, dass neben dem Hauptnamen in Rom und anderen Gemeinden der Name des Vaters, eine Herkunftsbezeichnung oder ein Ruf- oder Spitzname hinzugefügt wurden, damit man die Menschen besser zuordnen und unterscheiden konnte.

Vom Zwei- und Dreinamensystem der Römer

Es gab sogar eine Zeit, in der Römer drei Namen führten. Dieses System wurde vermutlich von den Etruskern übernommen, denn die typischen Namensendungen wie -na, -erna, -enna, -ina oder –inna kommen aus dem Etruskischen. Die, die keinen Beinamen hatten, führten weiterhin zwei römische Namen. In späterer Zeit häuften sich die Namen und es wurde in der römischen Namensgebung fast ein wenig turbulent.

Seit der Zeit der römischen Adoptiv-Kaiser kumulierten sich gar die stets anwachsenden Namensbestandteile. Dies nahm schließlich groteske Züge an. So hieß etwa der Prätorianerpräfekt des römischen Kaisers Traian mit seinem vollen Namen T. Iulius Aquilius Castritius Saturninus Claudius Livianus. Genannt wurde er allerdings der Einfachheit halber nur in der Kurzform, die aus seinen letzten beiden Namen bestand: Er hieß dann einfach Claudius Livianus. Nur in der Gefahr zur Verwechslung kamen die anderen Namensbestandteile zur Anwendung.

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