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Römische Straßen | Reisen auf römischen Straßen

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Straße in Pompeji. By Paul Vlaar via wikimedia commons, Gnu Free.

Römische Straßen: Wer nutzte die antiken römischen Verkehrswege

Vor allem Soldaten nutzten die alten römischen Fernstraßen, aber auch Händler oder Regierungsbeamte die zwischen Rom und ihren Dienststellen in den Provinzen hin und her reisten waren auf den alten römischen Straßen unterwegs.

Natürlich zogen auch kaiserliche Kuriere durch die Lande, um Botschaften und Briefe zu transportieren (cursus publicus). Die römischen Fernstraßen waren ein Netz von Verkehrswegen, die das gesamte Römische Reich umspannten. Vorrangig wurden die römischen Straßen aus politischen und militärischen Gründen erbaut.

Sie sollten die Provinzen und andere dem Reich angegliederte Gebiete schnell und leicht erreichbar machen. Der Ausbau des Straßennetzes zu Handelszwecken verlief parallel zum Wachstum des Reiches. Doch bis noch zum Ende des 4. Jhd. v. Chr. waren die meisten römischen Straßen unbefestigte Wege. Später, als Heereswege, mussten sie befestigt werden, damit sie die Ansprüche für die militärische Ausdehnung des Reiches erfüllten.

80.000 Kilometer römische Straßen

An den Meilensteinen entlang der alten römischen Straßen konnten sich Reisende und Kuriere orientieren, wie weit es noch bis zur nächsten Station oder Siedlung war. Die Entfernung wurde in Meilen angegeben (eine römische Meile entsprach 1.478 Meter). Auch der Name des Kaisers, der sich um den Ausbau der Straße verdient gemacht hatte, war auf dem römischen Meilenstein vermerkt.

Auf dem römischen Straßennetz konnte die kaiserliche Post schon damals pro Tag bis zu 200 Kilometer zurücklegen! Zahlreiche Relaisstationen, unter anderem für den Wechsel der Pferde ermöglichten dies. Von Mainz nach Köln beispielsweise brauchte nur etwa einen Tag. Von Mainz nach Rom musste man etwa zehn Tage rechnen. Das ausgebaute Straßennetz im römischen Imperium umfasste zirka 80.000 Kilometer!

Tabula Peutigeriana: Verzeichnis der römischen Straßen

Eine im 12./13. Jhd. angefertigte Kopie einer Straßenkarte der römischen Welt, die Tabula Peutingeriana, deren Ursprung auf das Jahr 230 n.Chr. zurückgeht, beschreibt weitgehend die Verläufe der römischen Straßen im gesamten Römischen Imperium, so dass wir uns heute noch ein sehr genaues Bild machen können. Sie bietet ein eindrucksvolles Bild über das durchaus umfangreiche römische Straßennetz in der Antike.

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