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Römer Lexikon

Römischer Triumph: Die Beutekunst

Statuen-Roemer-Skulpturen
Auch Statuen fielen unter die Beutekunst der Römer –
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Sicherheit und Beute bei römischem Triumphzug

Da Triumphzüge bevorzugt im Herbst und Sommer veranstaltet wurden und es zu dieser Zeit in Italien sehr heiß sein konnte, mussten Sonnenschutzeinrichtungen für den römischen Triumph organisiert werden.

In den Amphitheatern und Theatern war das weiter kein großes Problem, denn diese verfügten über die vela, die Sonnensegel, die auch bei anderen Veranstaltungen dem Publikum Schatten spendeten. Der Circus hatte ebenfalls eine eigene, lang gezogenen Sonnenschutzkonstruktion. Einen Ordnungs- oder Sicherungsdienst für den römischen Triumph hat es wohl nicht gegeben, obgleich sicherlich die Prätorianer, die Vigiles oder die städtischen Kohorten oder gar die berittenen equites singulares, die Kaisergarde zu Pferd, hier hätte zum Einsatz kommen können. Auch Absperrungen zum Schutz der Massen, etwa wie bei modernen Veranstaltungen heute, gab es in der antiken Welt nicht. Diebstähle kamen natürlich auch damals im Gedränge vor, doch reiche Bürger besaßen Wachpersonal – auch für ihr Hab und Gut zu Hause.

Kunst & Triumph – Beutekunst

Bei den ersten römischen Triumphzügen spielte Kunst keine nennenswerte Rolle und stand eher in einem religiösen Zusammenhang. Kunstwerke in nennenswerter Zahl wurden erstmals 211 v. Chr. beim Syrakus-Triumph des Marcus Claudius Marcellus mitgeführt. Die griechischen Stücke gingen allerdings nicht in seine Privatsammlung über, sondern wurden dem Virtus und dem Honos geweiht und wurden auf diese Weise Staatseigentum. Kunstwerke aus Griechenland landeten zum ersten Mal 194 v. Chr. beim Triumphzug von Titus Quinctus Flamininus in Rom.

Statuen-Roemer-Skulpturen

Zuvor schon hatte Quintus Fabius Maximus 209 v. Chr. Tarent erobert und die führenden hellenistischen Künstler nach Rom gebracht. Den ersten Künstler brachte 189 v. Chr. Lucius Cornelius Scipio Asiagenus nach Rom. Aber die Römer verschleppten nicht nur die Künstler, sondern insbesondere deren Werke. Selbst große und sehr schwere Statuen blieben vom Raub nicht verschont! In Tarent mussten die Römer allerdings den kolossalen Zeus des Bildhauers Lysippos zurück lassen, weil er nicht unbeschadet hätte transportiert werden können. Im gleichen Jahr triumphierte Marcus Fulvius Nobilor mit der gesamten Beutekunst aus Gemälden und Statuen aus Bronze und Marmor aus der griechischen Stadt Ambrakia.

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