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Männer - virilis Römer Lexikon

Rom: Bandenkriminaliät schon in der Antike!

Nero
Einer der prominentesten “grassator” war Kaiser Nero.
Seine Büste gibt es im Römershop!

Rom: Bandenkriminalität gab es damals schon

Quellen legen nahe, dass jugendliche „Gangs“ nachts manches Viertel der Hauptstadt geradezu terrorisierten.

Wir schreiben das Jahr 56. Nero ist im dritten Jahr Kaiser. „Nach außen“, berichtet Tacitus, „herrscht Ruhe, im Inneren aber abscheuliche Zügellosigkeit.“ Diese zeigte sich vor allem in nächtlichen Eskapaden Jugendlicher, die nicht nur durch Kneipen und Bordelle zogen, sondern sich auch einen Spaß daraus machten, Passanten zu schikanieren oder gar zu misshandeln.

Die Cliquen rempelten die Leute rücksichtslos an, verprügelten sie und fügten ihnen Verletzungen zu, wenn sie sich zur Wehr setzten. Sie tauchten sie auch mal zur „Strafe“ für ihren Widerstand in die Kloaken. Zumeist waren es junge Männer aus der Oberschicht, denen einfach schlicht langweilig war oder die dem Wein zu sehr gefrönt hatten.

Gelegentlich brachen diese jungen römischen „Hooligans“ auch Läden oder Werkstätten auf, zerstörten die Auslagen oder stahlen sie. Der prominenteste und wohl auch skrupelloseste „grassator“ unter ihnen war nicht nur Dieb und Hehler, sondern sein zu Hause auch gleichzeitig der Kaiserpalast: Es war Nero, der 19-jährige Kaiser des Römischen Reiches.

Rom: Nero geht um

Nero tat dies inkognito, mal als Sklave, mal mit Perücke verkleidet. Aber schon bald wusste ganz Rom, wer sich hinter dem Unwesen verbarg und andere Gangs versuchten es dem Kaiser gleich zu tun. Das Ergebnis dieser nächtlichen Zügellosigkeit beschreibt Tacitus: „Es ging nachts zu wie in einer eroberten Stadt.“ Ein Verlangen nach Frechheit, Wollust und Grausamkeit haben Nero zu Derartigem angetrieben, bezeugt sein Biograph Sueton.

Rom: Bandenkriminalität gut organisiert!

Polizisten allerdings waren in der Antike unbekannt. Es war Aufgabe der Obrigkeit für Ordnung und Ruhe zu sorgen. Und es war Aufgabe der Bürger, Verbrechen zu vermeiden und zu verhindern. Ein Dieb, dem man den Prozess machte, konnte von Richtern keine Milde erwarten. Schlimme Körperstrafen waren an der Tagesordnung. Die Schlinge oder das Kreuz drohten gar, je nach Art des Vergehens oder Verbrechens. Denn die Römer glaubten – anders als die Griechen – dass man Verbrecher möglichst grausam bestrafen sollte, um andere abzuschrecken.

Nero