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Römer Lexikon

Strasse der Römer

Strasse der Römer, alle Wege nach Rom ?

strasse-der-römer-pompejiDie Römerstraßen ziehen sich über tausende Kilometer kreuz und quer durch Europa. Kartiert wurden sie in der historischen Tabula Peutingeriana.

Die wichtigsten Römischen Straßen in Italien waren die…Via Appia, die über 582 km von Brundisium (Brindisi) nach Rom führte, die Via Salaria von Castrum Truentinum (Truentum) an der Adria nach Rom (244 km), die Via Flaminia von Rimini (dem damaligen Ariminum) nach Rom (330 km) und die Via Postumia von Genua nach Aquileia, in der Nähe des heutigen Venedigs über 308 km.

Die Strasse der Römer eine Besonderheit

Eine Strasse der Römer war damals in Mitteleuropa ein Novum. Wegen ihres straßentechnischen Aufbaus waren sie im Gegensatz zu den Naturwegen germanischen und keltischen Ursprungs weitgehend unabhängig von der Feuchte des Bodens passierbar, sondern bahnten sich möglichst geradlinig, mit geringen Steigungen, ihren Weg durch Ebenen und mit Kunstbauten wie Stützmauern und Brücken durchs Gebirge. Die Befestigung war ein Schichtaufbau, je nach regionaler Verfügbarkeit der Baumaterialien.

Es gab vier Straßentypen:

Die via publica („Staatsstraße“): hier trat als Planer und Bauherr die Verwaltung Roms auf und ließ diese auf Kosten der Staatskasse errichten. Gebaut wurden solche Straßen durch Soldaten, Zwangsarbeiter und Strafgefangene, deren Skelettfunde die Mühen bezeugen.

Die via militaris („Heerstraße“) war strategisch und logistisch. Auch bei ihnen war der Staat Planer, Bauherr und Träger.

Die via vicinalis („Provinzstraße“) wurde durch die Provinzen gebaut und unterhalten.

Die via privata („Privatstraße“) spielte gerade in der provinzialrömischen Geschichte eine große Rolle. Sie verband Gutshöfe und Zivilsiedlungen.

Vom Weg zur Römer Strasse

Für eine Strasse der Römer waren zunächst gegebenenfalls Rodung und immer Aushub bis über einen Meter in die Tiefe nötig, um den Grund zu sichern. Danach wurden mit groben Steinen, dann mit Kies und darauf mit Sand immer feiner werdende Schichten aufgebracht, bis die Fahrbahndecke mit Pflastersteinen auf eine vorgegebene Breite ausgeführt wurde. Randsteine formten Rinnen in die Konstruktion. Kopfsteinpflaster war für Marschieren, Reiten und auch den Verkehr mit Ochsenkarren bestens geeignet.

Im Laufe der Zeit stellten sich jedoch Abnutzungen der Decke ein, die noch heute existieren. Noch heute gibt es zahlreiche ausgesprochen gut erhaltene Römerstraßen. Meist sind diese Fragmente nicht mehr in den öffentlichen Straßenverkehr eingebunden, denn sie sind zu schmal. Zudem sind etliche heutiger Straßen auf den Fundamenten von Römerstraßen errichtet, wobei die ursprünglichen Fundamente und die Fahrbahndecke verbreitert wurden und durch eine Asphaltdecke ersetzt wurde. So folgt beispielsweise die A15 nördlich von Lincoln noch immer genau der 34 Kilometer lang schnurgerade verlaufenden römischen Straße – mit einer einzigen Ausbuchtung, wo 1955 die Landebahn der Luftwaffenbasis verlängert wurde, was nach rund 1900 Jahren die erste Änderung des Verlaufs nötig machte.

Nicht nur ein Feldherr

Vor allem Gaius Iulius Caesar führte die Straßenpflasterung ein, als er Proconsul in Gallien war. Schon lange vor der Zeitenwende gab es die Pflasterung für innerstädtische Straßen in den Städten am Mittelmeer. Mit Römerstraßen war es erstmals möglich, schnell und in großer Zahl Truppen von einem Ort zum anderen zu verschieben, um die Herrschaft zu behalten und neue Territorien zu erobern.

Begleitend entstanden Römerkastelle. Entlang der Strasse der Römer waren häufig Miliarien (römische Meilensteine) aufgestellt, die zur Orientierung dienten und auch heute noch vielerorts von römischer Herrschaft zeugen.

 

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