Themen A-Z

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gladiatoren
Kategorien
Frauen - femina Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z Spiele - ludi romani

Gladiatoren | Weibliche Gladiatoren

Rom_Kolloseum_d
Im römischen Kolloseum waren die Spiele zu sehen.

Römische Amazonen

Im Britischen Museum in London zeugt ein Relief, das auf das 2. Jhd. datiert, von zwei weiblichen Gladiatoren, die vom begeisterten Publikum aus einem unentschiedenen Kampf ehrenhaft aus der Arena entlassen werden (Fund aus Halikarnassos, Bodrum, Türkei). Sogar die Namen, unter denen diese zwei Gladiatorinnen (gladiatrix) auftraten, sind bekannt: Sie hießen Amazona und Achilla. Dennoch waren weibliche Gladiatoren die Ausnahme in den Gladiatorenkämpfen. Zwar hatte schon Nero Frauen (und Kinder) gegeneinander und gegen Kleinwüchsige kämpfen lassen, dies diente jedoch eher zur Erheiterung des Publikums.

Kategorien
Das römische Reich Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z Spiele - ludi romani

Gladiatoren | Ins Land der Götter der Unterwelt

640px-Secutor_vs_Retiarius_FOUL_relief
Kleuske – Museo Nazionale (Gnu Free Documentation License).

Gladiatoren im Todeskampf

Dies war ein alter etruskischer Brauch, mit dem Opfertiere zu Ehren der Libitina hingerichtet wurden und der auf den ursprünglichen Kontext der Spiele als Totenopfer verweist. Hatte der unterlegene Gladiator gar den Schrei verkniffen, während er mit dem glühenden Eisen geprüft worden war, so war er nach der Behandlung mit dem Hammer sicherlich tot.

Endete der Kampf mit dem Tod eines Gladiatoren, so erschien ein als Merkur (gr.: Hermes psychopompos; der Seelenbegleitende Hermes) gekleideter Arena-Diener und überprüfte den Toten mit einem glühenden Eisen. War dieser wirklich leblos, trat der Unterweltgott Charon, ein maskierter Priester der Totengöttin Libitina, hinzu und beanspruchte den Leichnam für seine Göttin mit dem Schlag eines Hammers auf die Stirn des Gefallenen.

Kategorien
Das römische Reich Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Kleidung in der Arena

Nennig-Mosaik-kampf
„Tierhetzer“ Kleidung aus Nennig

Die Schutzkleidung der Gladiatoren hatte viele verschiedene Stile und Formen – je nach Gladiatoren-Gattung.

Manicae waren etwa Bandagen aus Leder und/oder Stoff zur Polsterung der Arme und Handgelenke. 

Fascia waren schützende Beinpolster unterhalb der Beinschiene.

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Das Schuhwerk der Gladiatoren

Schuhwerk der Gladiatoren
Schuhwerk der Gladiatoren

Schuhwerk der Gladiatoren

Es gab viele verschiedene Arten von römischen Sandalen deren Stil von den Kosten dafür abhing.

Die billigsten Materialien wurden für Sklaven und Arbeiter in einfachen Farben verwendet.

Nur Römer eines höheren Status, wie etwa Patrizier, konnten gar rot gefärbte Schuhe tragen. Römischen Soldaten, die viele Meilen marschieren mussten, trugen festes Schuhwerk, caliga. Deren Sohlen waren mit Nägeln besetzt.

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Stars der Antike

Lyon-Glas-Gladiatoren
Lyon-Glas-Gladiatoren
picture by Carole Raddato

Siegreiche Gladiatoren waren Sexsymbole und Popstars ihrer Zeit. Auf Gladiatoren wurde gewettet und vom gemeinen Volk wurden sie hoch verehrt.

Selbst Kaiser gingen in die Arena im Gladiatorenkampf – wenn vermutlich mit Holzschwertern als Vorprogramm für die eigentlichen Kämpfe um Leben und Tod.

Doch trotz des Kults standen Gladiatoren, zusammen mit Huren und Schauspielern, außerhalb der römischen Gesellschaft. Sie hatten keine Rechte und wurden dafür verachtet.

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Ihr Alltag

Pompei,_Gladiatoren,_AE_1914,_00157
Gladiatoren Relief
von Mediatus,via Wikimedia Commons

Gladiatoren – Tagesablauf 

Auch die Hygiene spielte eine große Rolle. Gladiatoren erhielten zur körperlichen Fitness häufig Massagen und durften heiße und kalte Bäder nehmen. Weil so viele Gladiatoren nah beieinander lebten, legten die Medici Wert darauf, dass die Gefahr von Krankheiten und Infektionen auf Minimum gehalten wurden.

Die Lebensbedingungen von Gladiatoren waren oft besser als die der römischen Unterschicht.

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Juvenal und die Gladiatur

Justus-Lipsius-De-Amphitheatro-Liber
Colosseum Zeichnung
AndreasPraefcke Wikimedia Commons

Juvenal läßt grüßen 

Decimus Iunius Iuvenalis, bekannt unter dem Namen Juvenal, war ein römischer Satirendichter des 1. und 2. Jhd. Seine präzisen Lebensdaten sind jedoch unbekannt. Er stammte wahrscheinlich aus Aquinum. Aber auch alle weiteren Informationen über den Dichter sind kaum erwiesen, größten Teils Spekulation. Vermutlich widmete er sich erst in mittleren Jahren dem Literarischen. Vielleicht ließ ihm erst der Tod des Domitian in 96 n. Chr. die nötige Freiheit zur Meinungsäußerung. Seine Schaffensphase dürfte hauptsächlich in die Zeit Hadrians fallen. An ihn richtet sich die siebte Satire.

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Ein Gedicht von Sonja Simeon

gladiatoren-geschäft

Gladiatoren der Zeit

Gedicht von Sonja Simeon 

Tränen aus Blut;
vergossen in der Arena des Lebens,
dem Sand der Zeit.

Wir kämpfen um zu Leben
leben um zu kämpfen
Gladiatoren gleich.

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Ihre Einschulung

Gladiators-Zliten-mosaic-Kampf-rechts
Gladiatoren Schule ludus
by Carole Raddato

Gladiatoren Schule 

Wenn ein neuer Rekrut, genannt Novicius, an einer Gladiatoren-Schule in die Ausbildung kam, wurde er zunächst durch die lanista (Inhaber der Schule), einen Arzt und den Trainern beurteilt. Vom Medici (Arzt) wurde seine Fitness überprüft. Sein Körper wurde quasi bewertet, damit entschieden werden konnte, welche Art von Gladiator-Ausbildung er erhalten sollte.

War seine Physiognomie dazu geeignet eine schwere Rüstung zu tragen oder sollte er lieber in leichter Rüstung kämpfen, waren etwa Fragen, die in die Bewertung einflossen. Die Mehrheit der Gladiatoren entstammten Kriegsgefangenen.

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Der Kampftag

Gladiatoren | Der Kampftag
Gladiatoren | Der Kampftag
picture by Carole Raddato

Gladiator | Der Kampf 

Kaiser Augustus etablierte die Veranstaltung von Gladiatorenkämpfen als kaiserliches Privileg. Er bestimmte auch den Ablauf eines Gladiatorenkampfes entscheidend mit.

Die bislang eigenständigen Tierhetzen band er erstmals in den Ablauf am Kampftag ein.

Typisch für einen Tag in einem Amphitheater in der nachaugusteischen Kaiserzeit war der folgende Ablauf:

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Waffen

Nennig-Mosaik-Detail
Die Gladiatoren Bewaffnung
picture by Carole Raddato

Die Gladiatoren und ihre Waffen

Die Ausrüstung der Gladiatoren war von großer Wichtigkeit. Zwei Gladiatoren in Tunika eröffneten üblicherweise die Spiele. Bewaffnet waren sie mit einem Kurzschwert, dem Gladius, nach dem die Kämpfer benannt sind. Sie trugen zudem einen von einem Federbusch gekrönten Helm und ein Rundschild.

Sehr beliebt waren beim Publikum die Retiarius, die mit einem Netz, Dreizack und Dolch kämpften. Sie trugen keinen Helm und kämpften gegen schwere Gladiatoren. Sie zählten zu den so genannten „Rennern“.

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Gladiatoren | Alle Typen

Lyon-Glas-Gladiatoren-Kampf
Glas mit Gladiatoren Kampf
picture by Carole Raddato

Gladiatoren Vielfalt – die Gattungen

Gladiatoren wurden nach ihren Waffen und Kampfstile in verschiedene Gattungen unterteilt. Es gab immerhin fast 30 unterschiedliche Gladiatoren – und 42 verschiedene römische Kaiser sahen die Blutbäder im Kolosseum. Die relative Seltenheit der aufwändigen und kostspieligen Gladiatorenkämpfe blieb über die Jahrhunderte weitgehend konstant. Noch im Jahr 354 n. Chr. wurden von den 176 Festtagen 102 für Theateraufführungen, 64 für Wagenrennen und nur zehn für Gladiatorenkämpfe genutzt. Kaiser Honorius war es, der das Ende der Gladiatorenkämpfe in 399 verfügte. Der letzte bekannte Gladiatorenkampf in der Stadt Rom ereignete sich am 1. Januar 404.

Kategorien
Das römische Reich Kolosseum - Gladiatoren

Gladiatoren: Auctorati gaben Freiheit auf!

Gladiator Auctorati
Gladiator Auctorati

Was sind Auctorati?

Die auctorati besiegelten mit einem Schwur, den sie am ersten Tage ihrer Ankunft in dem ludus ablegten, dass sie aus freien Stücken ihre Eigenständigkeit aufgaben:„So räume ich meinem Dienstherren ein, mich nach seinem freiem Ermessen zu brennen, in Ketten zu legen, auszupeitschen oder mit dem Schwert zu töten.“

Dieser Eid wurde unter amtlichen Zeugen ausgesprochen und der auctorati gab so für die Zeit des Vertrages seine Freiheit auf. Die meisten frei Rekrutierten waren Männer aus den niederen Schichten der römischen Gesellschaft.

Kategorien
Das römische Reich Kolosseum - Gladiatoren

Gladiatoren, die Geschichte Teil II

Gladiatoren Kämpfe
Gladiatoren Kämpfe in Tarragona

Gladiatorenspiele – Die Entwicklung

Römer verehrten verschiedene heidnische Götter und glaubten an ein Leben nach dem Tod. Menschenopfer, die nebst der toten Person beerdigt wurden, sollten die römischen Götter besänftigen und für einen zufriedenen Eingang ins Jenseits sorgen. Zeremonien mit Begräbnissen dauerten in der Regel neun Tage. An deren Ende wurde ein Opfer erbracht. Denn die Römer glaubten, dass die Seelen der Toten von menschlichem Blut besänftigt wurden.

Kategorien
Das römische Reich Kolosseum - Gladiatoren Römer Lexikon A-Z

Berühmte Gladiatoren

Gladiatoren
Stars im Kolosseum

Berühmte Gladiatoren der Arena

Ein wahrhaft interessantes Thema der Antike! Eintauchen in die faszinierenden Geschichten von berühmten Gladiatoren – Männer aus Stahl und Eisen, wie sie lebten und in den blutigen Arenen des alten Roms ihr Leben ließen … unter anderen im berüchtigten Kolosseum.

Kategorien
Kolosseum - Gladiatoren

Gladiator: Helden der Antike und Gegenwart!

Gladiator als Beruf
Gladiator als Beruf

Gladiator – Helden einst und in der Gegenwart – Gladiator als Beruf?

von Andreas Hopson

Gladiatoren: Nun, diese Männer sind geschult, trainiert und haben jahrelange Erfahrung als Kämpfer in der Arena.

 

Seit vielen Jahren begleite und beobachte ich die italienischen Männer um Dario Battaglia von Ars-Dimicandi.