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Antike: Der Hochzeitstag

Der Hochzeitstag

Die Tür zum Brauthaus wurde in der Antike bei den Römern mit weißen Tüchern verhangen und mit Blumengirlanden am Tag der Hochzeit geschmückt.

Blumengirlande
Putti mir Blumengirlande – via wikicommons (gemeinfrei).

Der Schleier der Braut ist orangerot, safrangelb leuchtet das „flammeum“, die übliche Kleidung der Frau des „flamen“, welcher Scheidung verboten ist. Das Brautkleid ist eine weiße Tunika zum Zeichen der Jungfräulichkeit. Die Haare der Braut sind aufgetürmt – eine Frisur, die an die Haartracht der Vestalinnen erinnert. Eine Haarnadel hält die aufgetürmte Pracht zusammen und symbolisiert die Unterwerfung der Frau unter ihren Bräutigam – der Stab erinnert an den Raub der Sabinerinnen.

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Scheidung der Ehe im antiken Rom

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Die Wachstafel mit dem Ehevertrag wurde zerbrochen als Zeichen einer gescheiterten Ehe – Tafeln gibt es im Römershop.

Die Scheidung einer Ehe im antiken Rom

Mit der Zeit gab es auch im antiken Rom Scheidungen von Ehen. Frauen verließen ihre Männer – sogar in Abwesenheit!

Vergessen waren die Gesetze, nach denen der Mann seine Frau nur verstoßen durfte, wenn sie die Kinder vergiftete, Nachschlüssel verwandte oder Ehebruch begangen hatte … Seneca bemerkte die Veränderung mit den Worten: „Heutzutage zählen die Frauen die Jahre nicht mehr nach den Konsuln, sondern nach Ehegatten.“ Viri placa hieß der Tempel, wohin früher zerstrittene Eheleute gingen – in den Tempel der Göttin der Versöhnung.

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Frauen - femina Römer Lexikon

Geschichte Roms: Frauen und die mater familias

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Römische Frauen.

Die Geschichte Roms – Frau in der Gesellschaft

Frauen hatten im frühen Rom in der Geschichte Roms weder politische Rechte noch durften sie eigene Güter besitzen. In allen Angelegenheiten musste sie einen Vormund für sie entscheiden lassen. Althergebracht, musste die Frau das Haus hüten und hatte sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern.

Doch trotz dieser Rollenverteilung gab es unter den Römerinnen viele gebildete Frauen. Frauen spielten in Rom, wenn auch nur symbolisch, eine politische Rolle. Und die Römer feierten auch gerne ihre mutigen Frauen.

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Römische Ehe unter Kaiser Augustus

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Büste des Kaisers Augustus – jetzt neu im Römershop!

Römische Ehe: Gesetz unter Kaiser Augustus

Kaiser Augustus wurde berühmt für seine bevölkerungs- und gesellschaftspolitischen Reformen, die neben dem Freilassungsgesetz auch Gesetze über die römische Ehe als Kernstücke enthielten.

Dabei wurde die auch sonst vielzitierte altrömische Tugend (Italica virtutis) gegenüber der zunehmenden Scheu der höheren Stände vor Ehe und Kindern beschworen.

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Aus dem Leben des römischen Patrizier Tullius

Winter
Ein Wintertag im Leben des Patrizier Gaius Tullius.
Via wikimedia licence free.

Patrizier: Aus dem Leben eines römischen Patrizier

Kalt war es im Schlafzimmer von Gaius Tullius, denn natürlich hatte auch sein Haus keine Fenster. Es war Winter in Rom. „Diese Sklaven sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren“, schimpfte Tullius.

„Haben wieder mal vergessen, die Fensterläden zu schließen!“ Rasch zog er sich sein operimentum, die teppichartige Zudecke, die ihm Wärme spendete, bis zu den Ohren hoch, bevor er sie fest entschlossen ganz zurück schlug und sich von seiner Liege erhob.

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Fingerrechnen bei römischen Kindern

Fingerrechnen

Römisches FingerrechenDas Fingerrechnen war bei den Römern sehr viel üblicher als heute, wo wir geradezu heimlich die Finger zum Rechnen nutzen. Natürlich rechneten sie auch in der Antike schon im Kopf und mit einem Rechenbrett– als Ersatz für den heutigen Taschenrechner. In die Arithmetik wurden Schüler mit Hilfe des Fingerrechnens eingeführt. Als besonders typische Geste galt das „Strapazieren“ der Finger zum Rechnen bei Wucherern und Geizigen. Bei chronologischen oder astronomischen Rechnungen war auch unter Gelehrten das Fingerrechnen Gang und Gebe. Horaz bezeugte, dass auch Dichter mit Fingerrechen Silben abzählten. Bei zehn jedoch war mit dem Fingerrechnen die Grenze nicht gesetzt.