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Römer Lexikon

Triumphähnliche Feier: Triumphal-Insignien

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Triumphähnliche Feier: die Triumphal-Insignien

Mit dem erblichen Kaisertum unter Kaiser Augustus wurden vier verschiedene triumphähnliche Siegesformen bei den Römern gefeiert.

Die Einführung der Verleihung von Triumphal-Insignien fiel dabei dem Kaiser Augustus selbst zu. Zunächst gab es natürlich den ganz normalen und reguläre Triumph in Rom. Dann gab es den triumphus in monte Albano, den außerordentlichen Triumph am Albanerberg und das Ovatio in Rom. Durch den Kaiser wurde der ornamenta triumphalia, die Triumphal-Insignien verliehen, was für die Römer auch eine Form der Siegesfeier war.

Die römischen Triumphal-Insignien

Über die Verleihung der römischen ornamenta triumphalia, der Triumphal-Insignien, welche Kaiser Augustus eingeführt hatte, ist leider nicht viel überliefert. Wohl machten sie jedoch den Ausgezeichneten zu einer Art „Scheintriumphator“. Eine Ehrenstatue wurde dem Triumphator zu Ehren auf dem Forum aufgestellt. Zudem wurde der Geehrte offiziell in die summi viri aufgenommen, die Menge der hervorragenden Männer Roms. Augustus verlieh während seiner Zeit jede Menge der römischen Insignien. Wohl auch, um die Senatoren und Ritter an die neuen Machtverhältnisse zu gewöhnen. In der Mitte des 2. Jhd. n. Chr. verschwand diese Triumphform wieder. Verdiente Offiziere erhielten dennoch weiterhin Statuen, auch ohne die augusteische Symbolik. Auch Kaiser Marcus Aurelius setzte die Tradition fort, indem er Standbilder für seine in den Markomannen-Kriegen gefallenen Offiziere aufstellen ließ.

Triumphähnliche Prozessionen in Rom

Die pompa triumphalis (Triumph), die pompa circensis (Eröffnung der großen Spiele) und die pompa funebris, der Leichenzug, waren drei in Rom übliche triumphartige Prozessionen. Besonders der Triumph und die Eröffnung der großen Spiele waren sehr ähnlich. Wie beim Triumph, wurden die ludi Romani von einem Spiele-Veranstalter im Triumphal-Ornat auf einem Triumphwagen eröffnet. Auch der Kult und religiöse Hintergrund waren bei beiden ein Stieropfer an Iuppiter Optimus Maximus. Einzig die Marschrichtung war genau umgekehrt: Zur Eröffnung der Spiele zog der Zug durch die Straßen Roms vom Capitol über das Forum zum Circus Maximus. Auf fercula, den Prozessionswagen, wurden die Götterbilder aus den Tempeln zum Circus gebracht. Anstelle von den Soldaten beim Triumph, zogen bei der Eröffnung der großen römischen Spiele die Wettkämpfer im Prozessionszug mit.

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