Römischer Schmuck aus Pompeji und Rom

Römischer Schmuck

Römischer SchmuckEigentlich trugen die Römer nie viel mehr als Ringe. Der Anstand verlangte es, dass Erwachsene, männliche römische Bürger nur ein Schmuckstück trugen, obwohl es schließlich auch akzeptabel wurde für einen Mann, sowohl einen Ring und eine Brosche oder einen schmückenden Verschluss für seinen Umhang zu tragen. Anders hingegen bei den Frauen, die durchaus mit reichlich Schmuck und sogar Edelsteinen daher kamen. Goldmünzen (aurei) wurden bei den Römern oftmals zu Schmuck. Römischer Schmuck war meist aus Gold denn aus Silber und wurde mit einer Vielzahl von Edel- und Halbedelsteinen dekoriert. Die kostbaren Steine, die Römer in der Herstellung von Schmuck verarbeiteten waren unter anderen Perlen, Türkis, Granat, oder Amethyst und viele mehr.

Der Ring als römischer Schmuck

Das beliebteste Schmuckstück der Römer waren Ringe. Römische Männer trugen allerdings immer nur einen. Es gab zahlreiche verschiedene Arten von Ringen mit unterschiedlichen Bedeutungen, unter anderen einen Verlobungsring. Senatoren und Ritter trugen goldene Ringe, ebenso die Legionäre und Tribune. Die Plebejer trugen einen eisernen Ring oder auch einen Goldenen, den sie für Tapferkeit im Krieg oder als Belohnung für besondere Leistungen verliehen bekamen. Die meisten Kaiser erlaubte es, goldene Ringe zu tragen und schließlich gewährte der oströmische Kaiser Justinian (527 – 565) es allen Bürgern.

Die reich verzierten, teuren Ringe der römischen Männer waren oftmals nicht nur Schmuckstück, sondern hatten auch praktischen Zweck, als Siegel und um Dokumente zum Zeichen der Authentizität zu versiegeln – es waren Siegelringe. Denn zu dieser Zeit wurden offizielle Schriftstücke nicht etwa mit einer Unterschrift versehen, sondern im Zeichen des Absenders verschlossen. Diese Abdichtung hatte sogar vor dem Gesetz Bestand. Deshalb hatte auch jeder römische Patrizier sein Signum parat, falls es erforderlich sei. Das Signum des Rings war meist beweglich und drehte sich auf einem Zapfen. Häufig wurde der Ring mit einem Edelstein verziert oder das Emblem des Eigentümers eingraviert. Es gab zudem Ringe, die in praktischer Funktion als Schlüssel dienten.

Broschen, Schnallen und Fibeln

Römische FibelDie Fibel war ein besonderer römischer Schmuck, der zum Halten der Kleidung diente. Diese Kleidungsverbindungselemente waren oftmals aus Gold und mit kunstvollen Edelsteinen verziert. Zahlreiche Goldfibeln trugen schöne, gravierte Designs und kunstvolle Dekorationen. Darauf legten die Römer großen Wert. Die Fibel wurde sowohl von römischen Männern als auch von Frauen getragen. Während der Perioden der römischen Republik und der frühen römischen Kaiserzeit war das sagum, der einfache rechteckige „Mantel“ der schweren Ausrüstung, durch eine Metall- oder Lederspange oder Fibel-Nadel befestigt. Auch der Umhang namens paludamentum, ein teurer, knöchellanger Mantel, war auf der rechten Schulter mit einer Gold- oder Edelsteinspange oder einer schmückenden Brosche fixiert und wurde zu staatlichen Anlässen zur Schau getragen.

Römischer Schmuck der Frauen

Römische OhrringeÄltere römische Frauen waren große Liebhaberinnen von Schmuck im Detail. Dazu gehörten unter anderem Ohrringe, Armbänder, Amulette, Halsketten, Anhänger, Armbänder, Kameen, Ringe und verschiedene Arten von Kopfschmuck, inklusive Diademe oder gar kleine Krönchen.

 

 

 

Römischer AnhängerZahlreich waren die filigranen Arbeiten auf römischen Schmuckstücken, beispielsweise feine, goldene spitzenähnliche Dekorationen auf Schnallen oder Verschlüssen aus Gold. Goldarmbänder wurden oftmals in der Form von Schlangen gefertigt.

 

 

 

 

Römische KettenAuch Ketten gab es in allen Größen und mit vielfältigen Mustern, viele davon mit kostspieligen Anhängern. Armbänder variierten vom einfachen Goldring, sowohl massiv als auch hohl. Meist wurden die Armbänder mittels eines goldenen Verschlusses befestigt.

 

 

 

Die Bulla für junge Römer

Römische BullaDoch nicht jeder römische Schmuck diente allein dekorativem Zweck. Einige enthielten Symbole, die dem Träger Schutz und Wohlstand sichern sollten. Römische Jungs etwa trugen eine so genannte Bulla, die sie schon als Baby erhielten. Die Bulla war ein Halsband mit einem Schutz-Amulett in einer runden Tasche, das oft phallische Symbole darstellte. Dies sollte die Männlichkeit betonen und Fruchtbarkeit sichern. Das beliebteste Edelmetall war unter den Römern das Gold.

Einige Söhne reicher Römer trugen kleine goldene Ringe mit einem eingravierten Phallus als Glücksbringer!

 

 

Bildnachweis zu römischer Schmuck : Forum Traiani

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