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Römer Lexikon

Licht und Lampen der Römer Teil 1

Licht aus Lampen, Laternen und von Kerzen – eine Ökobilanz

Öllampe RömerDa es auch in den Städten keine Straßenbeleuchtung gab, musste jeder der nachts unterwegs war, eine eigene Lichtquelle mit sich führen. Ärmere Leute hatten mitunter eine Kerze dabei oder verließen sich auf des Mondes Schein. Normalerweise aber bediente man sich einer Fackel oder einer Laterne (laterna, lanterna). Wohlhabende Römer ließen sich die Laterne von einem Sklaven, dem laternarius (Laternenträger) vorantragen. Der wartete dann, während sich sein Herr bei einem Gastmahl vergnügte oftmals draußen auf der Straße und musste aufpassen, dass ihm, wenn er einschlief, nicht die Laterne geklaut wurde.

Römische LaterneDie Laternen waren zylindrische, meist aus Bronze gearbeitete Gestelle mit eienr Öffnung im abnehmbaren Deckel. Als Seitenscheiben dienten Platten aus geschabtem Horn oder – die preiswertere Alternative – Tierblasen. Glas wurde zuerst in der Spätantike verwendet. Als Lichtquelle in der Laterne diente entweder eine Kerze oder eine Öllampe. Man trug Laternen an einem starren Griff oder an einem Kettchen. Dies war, wie eine apulische Vasendarstellung zeigt –nicht einmal beim „Fensterln“ hinderlich.

QQ: Mart. XIV 42; 61 f.; Juv. III 285 ff.; Isid. Et XX 10, 7.

Lampen waren bei den Römern Massenware! Überall im Römischen Reich wurden die kleinen, sieben bis 15 Zentimeter großen, runden oder länglich-ovalen Ton-Lampen (lucernae) produziert und waren selbst in armen Haushalten ein selbstverständlicher Teil des Hausrats. Sie waren ein erschwinglicher Massenartikel und auch das Olivenöl, der übliche Brennstoff, war im Mittelmeerraum reichlich vorhanden.

Licht und Lampen der RömerWie sehr die kleinen tönernen Lampen zum römischen Alltag gehören, zeigen die zahlreichen Funde, die in Antikenmuseen zu besichtigen sind. Die Laternen-Spiegel zeigen volkstümliche Relief-Verzierungen: Neben Motiven aus der Sagen- und Götterwelt finden sich da vor allem Darstellungen aus dem häuslichen, dem beruflichen und dem Freizeit-Bereich. Szenen aus dem Theater, dem Circus und der Arena, Ausschnitte aus dem Leben von Bauern, Soldaten, Jägern und Fischern sowie eine Fülle erotischer Motive …

Ende erster Teil… in ein paar Tagen mehr.

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