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Pantheon - Götter Römer Lexikon

Römische Architektur | Der Aufbau des Pantheon

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Pantheon Innenraum

Pantheon | Der Beginn

Diese ruhen auf einem Fundament aus 7,50 Meter breiten und 4,60 Meter tiefen Ring aus Gussmauerwerk. Die Außenfassade dieser Rotunde ist lediglich durch drei Gesimse gegliedert.

Deutlich zu erkennen sind halbkreisförmige Entlastungsbögen aus Ziegeln, die den Schub der Kuppel abfangen. Spuren für die Verkleidung der Fassade des Pantheons in der Antike mit Marmor etwa existieren nicht.

Im Inneren des Tempels

Die Rotunde vermittelt ein anderes Raumgefühl als der Pronaos. Dem typischen Aufbau eines rechteckigen römischen Podiumstempels steht der kreisrunde, von der riesigen Kuppel dominierte Innenraum gegenüber. Ein Vorbild in der römischen Tempelarchitektur gibt es hierfür nicht. Die ursprüngliche, reiche Ausstattung des Innenraums mit Gestein aus allen Teilen des Mittelmeerraums ist bis heute erhalten.

Der Fußboden greift die Gestaltung im Pronaos auf und ist mit einem Muster aus großen Quadraten und Kreisen aus Porphyr, grauem Granit und Giallo Antico (gelber Marmor aus Simitthu) überzogen. Dieser ist von Bahnen aus Pavonazzetto eingerahmt. Die umlaufende Wand hat zwei Dekor-Zonen: Im unteren Bereich ist die Wand von sieben Nischen sowie dem Eingangsportal gegliedert.

Das Tonnengewölbe über dem Eingang und die Kalotte der Südnische schneiden in die obere Wand-Zone ein. Die Nischen haben abwechselnd einen halbrunden und rechteckigen Grundriss. Sie sind von Eckpfeilern mit korinthischen Kapitellen gerahmt. In den Nischen befinden sich je zwei kannelierte korinthische Säulen. Außer in der Südnische sind in allen nochmals je drei Ädikulen.

In der Antike waren möglicherweise Statuen verdienter Römer aus republikanischer Zeit ausgestellt. Die freien Wandteile der unteren Dekor-Zone zieren geometrische Muster aus Kreis- und Rechteckfeldern aus verschiedenfarbigem Gestein. Nach oben schließt die untere Zone mit einem reich verzierten Gebälk ab. Die Inkrustation der darüber liegenden Attikazone ist nicht im Original erhalten, wurde jedoch in einem Abschnitt nach Zeichnungen von Baldassare Peruzzi und Raffael rekonstruiert. Sie war mit einem zierlicheren Muster bekleidet.

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