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Römer Lexikon

Octavian alias Kaiser Augustus: ein Monatsname

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Namensgeber: Erster Kaiser Augustus

Der römische Kaiser Augustus gab dem Monat, den wir als Sommerferien so lieben, seinen Namen! Der August hat 31 Tage und wurde im Jahre 8 v. Chr. nach dem römischen Kaiser Augustus benannt, da er in diesem Monat sein erstes Konsulat antrat.

Tatsächlich wurde zwischendurch unter Kaiser Commodus der Name des Monats ihm zur Ehren in Commodus geändert. Doch nach seinem Tod erhielt der Monat seinen alten Namen Augustus zurück.

Römischer Kaiser Augustus gibt Monat den Namen

Im Jahr 27 v. Chr. erklärte Octavian feierlich, dass die Römische Republik wieder hergestellt sei. Tatsächlich aber war er selbst der Alleinherrscher im Reich. So betitelte er sich als „erster Bürger“ (princeps/der Erste). Er konnte den Senat hinter sich bringen.  Und dann ließ er sich Augustus nennen, was der „Erhabene“ bedeutet. Er sicherte für die Römer endlich den Frieden nach Jahren des Bürgerkriegs. Auch diese Zeit nannten die Römer nach ihm: Pax Augusta – „Augusteischen Frieden“.

Übergang zum Prinzipat und der römische Kaiser

Kaiser Augustus regierte sehr lange! Ganze 41 Jahre lang. So festigte sich das Kaisertum in den Köpfen der Menschen und es vollzog sich der Wandel zu einer Monarchie mit einem Kaiser an der Spitze. Heute nennen wir diese Herrschaft Prinzipat – denn die römischen Principes trugen den Titel Kaiser, der sich von Cäsars Namen ableitet. Der wurde nämlich seinerzeit als „Kaisar“ ausgesprochen.

Neuordnung unter dem ersten Kaiser der Römer

Unter dem ersten Kaiser Augustus wurde zunächst ein Großteil des Heeres entlassen, denn in Friedenszeiten brauchten die Römer weniger Soldaten. Die Entlassenen erhielten eine Abfindung; ein Geldgeschenk. Oder sie erhielten Land und wurden Bauern, die natürlich dem Kaiser Augustus die Treue hielten und auch wieder für ihn die Waffen ergriffen hätten. Auch in den Provinzen kehrte unter Kaiser Augustus Ruhe ein. Unter der Führung des neuen Kaisers wurde auch der Norden Spaniens erobert, der vorher nicht zum Römischen Reich gehörte.

Neues Reich unter neuem Kaiser

Römische Sitten und auch die Moral standen unter Augustus wieder hoch im Kurs. So gab es zum Beispiel härtere Strafen für Ehebruch. Ein umfangreiches Bauprogramm wurde umgesetzt. Voran trieb Kaiser Augustus etwa den Bau von Aquädukten, Theatern und vielen römischen Tempeln. Der große Kaiser Augustus starb im Jahr 14 n. Chr. Sein Adoptivsohn Tiberius wurde sein Nachfolger.