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Römer Lexikon

Prunk: Lorbeeren für römische Triumphator!

Heldentor_Lorbeer
Lorbeerzweige gelten auch heute noch dem Helden; wie diese am äußeren Burgtor by GüntherZ via wikimedia commons.

Der römische Triumphator

Der römische Triumphator war immer ein mit Imperium ausgestatteter Magistrat, ein Praetor oder Consul, manchmal auch Dictator, später der Kaiser selbst.

Nach dem religiösen Zeremoniell war das ideelle Ziel des römischen Triumphs die Einlösung der vor dem Feldzug gegebenen vota (Gelübde).

Ein Imperium galt nur außerhalb Roms und wurde nur für die Tage des Triumphs auf das Stadtgebiet erweitert. Der römische Triumphator zog stets stehend auf dem Triumphwagen an den jubelnden Massen vorbei. Sein Ziel war ein Religiöses: der Tempel des Iuppiter Optimus Maximus Capitolinus.

Römische Triumphator: prunkvolle Kleidung der Sieger

Der Triumphornat war golden bestickt und bestand aus einer tunica palmata (palmenbestickte Tunika) und einer toga picta (mit Stickereien verzierte Toga). Beide waren purpurn und wurden in Kombination auch ornatus Iovis, Iuppiter-Ornat genannt. Die Tunika war mit Palmzweigen bestickt, die Toga mit Sternen. König Tarquinius Priscus, dem der erste wirkliche römische Triumphzug zugeschrieben wird, soll in einer Tunica aus Gold triumphiert haben. Auf dem Kopf trugen römische Triumphatoren gewöhnlich einen grünen Lorbeerkranz. In der rechten Hand hielt der Triumphator ebenfalls einen Lorbeerzweig, in der linken ein Adlerzepter aus Elfenbein. Wie die Kinder trug er um den Hals eine bulla, eine Goldkapsel als Amulett. Auch sind für den Triumphator und seinen Sklaven eherne Ringe erwähnt, die wohl Unheil abwenden sollten.

Der geschmückte römische Triumphator

Über den Kopf hielt ein servus publicus, Staatssklave, dem römischen Triumphator beim Einzug eine corona triumphalis, einen Goldkranz aus Eichenblättern, Edelsteinen und Binden (auch corona Etrusca genannt). Den ganzen Triumphzug lang musste er diesen halten! Seit dem 1. Jhd. n. Chr. wurde jedoch auf den Sklaven verzichtet und stattdessen eine Victoria präsentiert, die den Kranz hielt. Außerdem hatte der den Triumphator begleitenden Sklave die Aufgabe, dem römischen Triumphator eine religiös motivierte, Unheil abwendende Formel zuzuflüstern.

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Diese lautet: „Respice post te, hominem te esse memento.“ – „Blicke hinter dich; erinnere dich daran, dass du nur ein Mensch bist.“ Nur so konnte die Zeremonie ihre Bestimmung erfüllen als Glück verheißende Veranstaltung für Stadt und Bürger. Das Gesicht des Triumphators wurde übrigens mit Mennige in einem Zinnoberrot eingefärbt. Diese Tradition folgte ältester Zeit – noch vor 69 v. Chr.