Römische Musik | Musica romana

Carole-Raddato-Pompeianum-Musik-Flöte

Römische Musik | Pompejianum
picture by Carole Raddato

Römische Musik

Die römische Musik ist stark durch griechische Instrumente und Musik beeinflusst. Man spielte sie bei religiösen Prozessionen, Hochzeiten und Beerdigungen.

Auch bei Feiern im Kolosseum gab es Begleitmusik.

 

 

 

Hier eine Liste der den Römern bekannten Instrumenten:

Buccina (horn trumpet)
Cornu (horn)
Crotalum (similar to castanets)
Cymbalum – Cymbals
Fescennina
Hydraulus the water-organ
Lituus
Sambuca ( large harp)
Trigonum (small harp) Lyra (lyre)
Sistrum
Testudo
Tibia (flute, pipes)
Tintinnabulum (bell)
Tuba (trumpet)
Tympana (drum, tambourine)
Buccina (Horn Trompete)
Cornu (Horn)
Crotalum (wie Kastagnetten)
Cymbalum (Becken)
Fescennina
Hydraulis (Hydraulos oder die Wasser-Orgel)
Trigonum (kleine Harfe)
Sambuca (große Harfe)
Lituus
Lyra (Leier)
Tibia (Flöte)
Tintinnabulum (Glocke)
Tuba
Tympanon (Tamburin)
Sistrum
Testudo

Carole-Raddato-Pompeianum-Musik

Die Buccina

Die Buccina war eine Art Horntrompete, die aus Muscheln hergestellt ist. Später wurde sie auch aus Holz oder Metall gefertigt. Das Instrument hatte einen weiten Mund um den Klang zu verbreitern. Es war an den Spieler angepasst worden und entsprechend gekrümmt. Diese Horntrompete wurde in erster Linie gespielt, um die Uhrzeiten des Tages und der Nacht anzuzeigen. Den Spieler nannte man „buccinator“. Die Buccina bestand aus einem rund geformten langen Rohr und besaß zum Halten eine gerade lange Befestigung.

Das Cornu (Horn)

Das Cornu wurde zuerst aus Horn, dann aus Blech hergestellt. Es hatte die Form eines C und besaß einen Halter, damit der Spieler keine Probleme mit der Handhabung hatte. Man erzeugte den Ton allein mit Lippenvibration und den Luftzug (am Mundstück). Es gab also keine Löcher oder Züge. Es war ein Signalinstrument.

Das Cymbalum (Becken)

Das Instrument besteht aus zwei Halbkugeln, die man jeweils in der Hand hielt und die man zusammenschlug, um den Ton zu erzeugen. Das Cymbalum wurde zu Ehren der Götter gespielt und ihnen so gehuldigt.

Das Hydraulus, die Wasser-Orgel

Bei dieser Orgel emittieren die großen Rohre die leisesten und lautesten Töne. Durch perforierte Schieber öffneten und schließen sich die Rohre. Durch Wasserdruck erhält ein Balg den Druck und die Luft für den Ton. Bei heutigen Orgeln geschieht dies durch ein Gewicht. Die Luft strömt durch die Rohre, die aus Bronze oder Schilf hergestellt wurden. Es gibt acht verschiedene Rohrenreihen.

Die Lituus

Die Lituus, eine priesterliche Trompete, wurde einerseits beim Militär verwendet und andererseits in religiösen Riten. Es wurde zum Beispiel von Romulus gespielt, als er den Namen seiner Stadt Rom verkündete. Es war ein Instrument der Reiterei (Kavallerie), während die Infanterie die Tuba als typisches Instrument hatte. Die Töne waren in der Regel sehr schrill.

Sambuca und Trigonum (kleine und große Harfe)

Die Sambuca war sehr groß und wurde auf dem Boden abgestellt; sie war höher als ihr Spieler. Das Trigonum konnte man in der Hand halten und war eine rechteckige Harfe, die in ihrem Aufbau der Sambuca ähnelt.

Die Lyra (oder auch Testudo) und die Cithara

Dieses Saiteninstrument hat drei bis sieben Saiten. Im Lateinischen nennt man diese Leier auch Testudo, da es aus Schildpatt gemacht war (von einer Landschildkröte). Das Instrument besaß zwei Hörner und war somit unverkennbar. Die Cithara stand auf den Knien des Spielers, die Lyra hingegen aufrecht auf dem Boden zwischen den Knien. Man spielte mit der rechten Hand und hielt das Instrument mit der linken.
Sie sind bloß Begleitinstrumente und wurden zum Beispiel im Vorspiel einer epischen Dichtung eingesetzt. Oder aber auch in den Pausen der Vorführung.
Die Lyrik hat ihren Namen von der Lyra.

Das Sistrum

Das Sistrum ist eine Bronze-Rassel, die aus Ägypten eingeführt wurde. Sie war gekrümmt wie eine Schwertscheide, die von einigen Stangen unterbrochen war. Sie war aus Silber oder auch aus Gold.

Die Tibia

Die Tibia war das berühmteste römische Instrument und war eine Pfeife bzw. Flöte. Das Instrument war ein hohles Rohr, in dem sich Löcher befanden. Es war üblich, dass man auf zwei solcher Flöten gleichzeitig spielte. Dabei besaß die Tibia eine Länge von 15 inches (38,1 cm).
Jede Tibia hatte ein eigenes Mundstück, und die Anzahl der Löcher waren sieben: 5 auf der Oberseite, 1 unten und eines am Ende.

Das Tintinnabulum (Glocke)

Das Instrument hatte verschiedene Formgebungen. Es gab sie in Glockenform oder in Form eines chinesischen Gong. Sie wurden an Wagen bei Pferderennen gehängt oder auch zu Opfern gelegt.

Die Tuba

Die Tuba entwickelte sich aus dem Cornu, war aber gerade und nicht gekrümmt. Das Instrument endete in einer glockenförmigen Öffnung und wuchs im Durchmesser an, je näher man dem Ende kam. Es war ein Signalinstrument bei vielen Feiern, Begräbnissen, bei Spielen und auch im Kriege, um dem Gegner Angst einzuflößen.

Das Tympana

Diese Trommel ähnelt dem heutigen Tramburin mit Glocken. Das Instrument war mit Ochsenhäuten überspannt und wurde mit der Hand oder mit einem Stock gespielt. Man setzte es bei religiösen Riten ein.

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Im zweiten Teil werden wir so weit möglich Bilder zu allen Musikinstrumenten liefern. Also seid schon einmal gespannt !

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