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Römische Provinzen | Die Größte und Kleinste

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Karte der römischen Provinzen.

Römische Provinzen

Seit der Herrschaft von Kaiser Domitian wurden einzelne römische Provinzen in kleinere Einheiten aufgeteilt.

Dies betraf vorwiegend römische Provinzen, in denen es eine größere Legionsbesatzung gab. Geteilt wurden schließlich Moesia, Pannonia, Dacia, Syria und Britannia.

Zu Beginn des dritten Jhd. bestand das römische Reich aus 44 Provinzen. Die Fläche der einzelnen Territorien spielte für die Römer bei der Provinzteilung keine große Rolle.

Römische Provinzen – ganz klein, ganz groß!

So gab es Großprovinzen wie Hispania citerior mit 300.000 Quadratkilometern und Cappadocia mit 250.000 Quadratkilometern oder Kleinprovinzen wie Cyprus mit unter 9.000 Quadratkilometern und die kleinen Alpenprovinzen. Ausschlaggebende Faktoren für die Größe der römischen Provinzen waren vielmehr Gegebenheiten bei der Eroberung und der Einrichtung der Provinz oder auch die innenpolitische Stabilität der Truppen, die unter der Kontrolle des römischen Statthalters standen.

Seit Mitte des dritten Jhd. wurden die römischen Provinzen im Reich verkleinert und nach Fläche angeglichen. Bis zur Herrschaft von Kaiser Konstantin I zählte das Römische Reich 120 Provinzen. Aus den sechs gallisch-germanischen Provinzen waren etwa durch Mehrfachteilung insgesamt 15 römische Provinzen hervorgegangen.

Von der Gründung von Provinzen und ihrer Identität

Zur Zeit der römischen Republik wurde mit der Gründung einer Provinz ein für das jeweilige Gebiet gültiges römisches Provinzgesetz, das so genannte lex provinciae erlassen. Dieses Provinzgesetz legte die Grenzen der Provinz fest und teilte das gesamte Gebiet in römische Gemeinden auf. Das Gesetz umfasst zudem Rechtsregeln und definierte die Höhe und Art der Besteuerung der Provinzbewohner und der Gemeinden. Mit dem Ende der römischen Republik verschwand diese Praxis der Provinzgesetze wieder. Jedoch bestand eine andere Form der Organisation fort. Augustus hatte in allen Provinzen so genannte Landtage etabliert.

Die römischen Provinzlandtage bildeten und erhielten die Provinzidentität, die zu einer gewissen Stabilität in dem römischen Territorium beitrug. Die Landtagsversammlungen wurden vom erobernden Feldherrn oder dem ersten Statthalter der Provinz einberufen. Die römischen Landtage richteten kultische Feste für den Herrscher aus und widmeten sich – wenn auch nur im geringen Umfang – politischen Themen der römischen Provinzen.

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