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Pantheon - Götter Römer Lexikon

Römische Tempel | Ruinen römischer Tempel

Olympos_Tempel
Ruine eines römischen Tempels.
By Gunthram via wikimedia commons.

Opfer in den römischen Tempeln für die Götter

Im alten Rom war eine wesentliche Grundlage der Religion der Glaube, dass, wenn die Götter und Göttinnen glücklich waren, dass sie dann auch Glück bringen würden. Es war daher wichtig, die römischen Götter bei guter Laune zu halten, indem man ihnen nicht nur täglich und im römischen Alltag huldigte, sondern sie zudem durch spezielle Wallfahrten zu ehren und anzubeten.

Auch Opfergaben wurden den Göttern erbracht. Diese Opfer waren sehr spezifisch. Das Geschlecht des Opfertieres musste zum Beispiel dem Geschlecht des Gottes oder der Göttin, dem es erbracht wurde, entsprechen. Weiße Tiere wurden den Göttern der oberen Welt dargebracht, während schwarze Tiere Opfer für die Götter der Unterwelt waren. Außerhalb der römischen Tempel verkauften verschiedene Händler kleine Vögel und andere Tiere an die Römer, die diese als Opfergaben in die Tempel brachten.

Ruinen berühmter römischer Tempel

Viele der einstigen römischen Tempel aus der Antike sind erhalten geblieben und können noch heute in Rom besichtigt werden. Dazu zählt etwa der runde Tempel der Vesta, der Tempel von Castor und Pollux auf dem Forum Romanum, der Tempel des Saturns, Tempel des Vespasian oder der Tempel des Julius Caesar. Auch in vielen anderen Ländern, die von den Römern erobert wurden, gibt es heute noch römische Tempel. Die St. Pauls Cathedral in London steht heute dort, wo einst ein römischer Tempel stand, der der römischen Göttin Diana geweiht war. Ein weiterer römischer Tempel, gewidmet dem Gott Apollo, stand einst wo heute Westminster steht und im Jahr 1954 wurde ein römischer Tempel des Mithras in London entdeckt, dessen Ruine im Bucklesbury Haus in der Victoria Street zu sehen ist. Der rekonstruierte römische Tempel ist heute auf einer erhöhten Plattform errichtet, etwa sechs Meter über dem Straßenniveau.

Der Niedergang der römischen Tempel und Götter

In 312 glaubte Kaiser Konstantin der Große in einem Traum ein Zeichen vom Gott der Christen in der Nacht vor einem wichtigen Kampf erhalten zu haben. Die Schlacht wurde gewonnen und Kaiser Konstantin wollte seine Dankbarkeit durch die Umstellung auf das Christentum erweisen. Das römische Reich folgte der Gesinnung seines Kaisers und der Kult um die Götter und die römischen Tempel verlor an Bedeutung. Der Niedergang römischer Götter und Göttinnen sowie ihrer römischen Tempel begann mit der Christianisierung.

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