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Römer Lexikon

Cave Canem: Vorsicht vor römischem Hund!

Cave Canem zu Hause?

Cave canemWie war das eigentlich noch mit Cave canem? Waren Hunde nur zum Bewachen des Hauses da oder gab es auch “Kuschelhunde”? Die Frage ist gar nicht so ungewöhnlich. Was wissen wir über den Umgang mit Hunden aus heutiger Sicht und was hat sich über die Jahrhunderte zur Einstellung gegenüber dem Haustier Hund verändert.

Cave Canem zu Hause

Cave Canem PompeiDer Hund war schon zu römischer Zeit ein Haustier. So hat man Inschriften mit „ cave canem !“ (Warnung vor dem Hunde) gefunden. Der Hund wurde also gehalten, um das Haus zu bewachen. Außerdem ersetzten streunende Hunde die Müllabfuhr, da diese Weggeworfenes fraßen. Bei reichen Römern gab es Jagdhunde und sogar ausgebildete Blindenhunde. Diese Oberschicht hielt sich außerdem mancherlei exotische Tiere, wie Krokodile und Nilpferde für den Kampf in der Arena.

Die Mythen um Hunde und cave canem

Im Aberglauben spielten Hunde ebenfalls eine Rolle. Hundeblut unter der Türschwelle eines Hauses sollte beispielweise böse Geister fern halten. Die Gallenblase eines schwarzen Rüden wurde als wirksamer Abwehrzauber geglaubt und der Schaum vor der Schnauze eines tollwütigen Hundes wurde Bestandteil von Zaubertränken. Der Ausdruck Hundstage im Sommer stammt ebenfalls aus der Antike: Denn der Hundsstern Sirius ging zusammen mit der Sonne in der heißesten Zeit des Jahres auf. Die Römer glaubten, dass sich seine Strahlen mit denen der Sonne vereinigten und es deshalb so warm wurde.

Kurios und medizinisch

Cave Canem Römischer HundZudem glaubten die Römer, dass das Heulen eines Hundes einen Todesfall voraus sage. Warzen entfernten sie mit einer Mischung aus Hunde Urin und Lehm. Sie glaubten auch, dass Kranke geheilt werden könnten, wenn man ihnen mit einem Welpen über den ganzen Körper riebe …

 

Leben und Tod

Die Inschrift des Anaxeos von Lesbos auf dem Grab seines Hundes lautet übrigens:

„Seine Hündin Parthenope, mit der im Leben so gerne er spielte, hat Anaxeos hier begraben. Für das Vergnügen, das sie ihm gab, erweist er ihr jetzt diese Ehre. Denn die Zuneigung selbst eines Hundes verdient guten Lohn, so wie die, die im Leben erfreut ihren Herrn, jetzt erhält dieses Grab. Stell also sicher, dir Freunde zu gewinnen, die dich lieben im Leben und danach auch im Tod für dich sorgen.“

Cave Canem Quelle: Philip Matyszak, Antikes Sammelsurium – Skurriles und Kurioses von Ovid bis Caesar, Theiss, 2011.

” Cave Canem, Römische Hunde ” von Andreas Hopson

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