Römische Kaiser | Vespasian

Vespasian

Römische Kaiser Vespasian

Kaiser Vespasian

Das auffälligste dieses Herrschers waren seine markanten Gesichtszüge und seine energische Art.

Der Kaiser Vespasian gilt als Begründer der Dynastie der Flavier.

Er regierte fast 10 Jahre und gilt als toleranter und weitsichtiger Herrscher, der zudem den Bürgerkrieg beendete. Er konnte das Reich weiter stabilisieren.

Er wurde am 17. November 9 n.Chr. in Falacrinae bei Reate als Sohn eines Zolleinnehmers geboren und seine Familie gehörte dem Ritterstand an. Vespasian diente unter Tiberius als Militärtribun in Thrakien und als Quaestor von Creta und Cyrene. Unter Caligula wurde er im Jahre 40 n.Chr. Praetor. Außerdem war er Befehlshaber bei der Eroberung Britanniens.

Vespasian wurde 51 zum Konsul ernannt und war danach auch Proconsul von Africa. Seine Verwaltung war sehr beliebt, da er wahrscheinlich nie jemanden um Geld betrog.

Seine Heirat mit Flavia Domitilla war eher unglücklich, da diese zuvor eine Mätresse eines Ritters in Tripolitanien war. Sie hatten drei Kinder, wobei eines von ihnen starb. Seine beiden Söhne Titus und Domitian sollten ihm auf den Thron folgen.

VespasianVespasian war ein „offizieller Gefährte“ von Nero und nahm an dessen Griechenlandreise teil. Er wurde wegen des jüdischen Aufstandes nach Judäa geschickt, um als Statthalter für die Beendigung des Konflikts zu sorgen. Dies konnte er auch bewerkstelligen.

Vespasian arbeitete offen gegen Vitellius und versuchte, in Alexandria die Getreideversorgung nach Rom zu unterbinden um damit die Niederlage Vitellius‘ herbeizuführen. Es sollte auch zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen. An der Donau aber traten viele Soldaten zu Vespasian über. Es war Mucianus, der als Befehlshaber die Truppen befehligte und der auch ganz klar sagte, dass er eigentlich den Thron für Vespasian ermöglichte. Er wurde aber nicht an der Macht beteiligt, da er keine Kinder hatte und auch ein Ritter namens Alexandros kam nicht in Frage für die Nachfolge.

Die Truppen in Iudaea und Syrien leisteten den Treueeid auf Vespasian in der Folge. Auch die Donaulegionen schlossen sich ihm an.

Ein Gallier aus Tolouse mit Namen Marcus Antonius Primus besiegte auf eigene Faust ohne Beteiligung von Mucianus und Vespasian die Truppen des Vitellius in Italien in der „Zweiten Schlacht bei Bedriacum“. Einen Tag nach Vitellius gewaltsamen Tod am 20. Dezember 69 zog Primus mit seinen Truppen in die Stadt ein und der Senat bestätigte Vespasian als neuen rechtmäßigen Kaiser. Zuvor war Sabinus, der Bruder von Vespasian, bei einem Versuch, Vitellius zur Aufgabe zu zwingen, getötet worden.

Mucianus klagte Primus wegen seines eigenmächtigen Handeln an und es kam zu einer Unterredung des Galliers mit Vespasian. Dabei legte Vespasian fest, dass dieser das Militär zu verlassen habe.

Vespasian wartete geduldig auf die Nachricht von der Einnahme der Stadt Jerusalem (dies geschah am 26. September 70 n.Chr.). Damit endete der jüdische Krieg. Dafür wurden Titus und Vespasian triumphal gefeiert.

Vespasian in seiner Regentschaft musste sich gegen manche britannische Stämme behaupten und das Königreich Commagene erobern. Bis auf diese Ausnahmen führte Vespasian keine Kriege mehr.

Titus und Domitian wurden in den Caesarenstand erhoben und außerdem wurde der Titel des Imperatoren wieder von Bedeutung.

Kaiser Vespasian ließ einen Friedenstempel in Rom errichten, der später als Weltwunder gefeiert wurde.

Vespasian starb am 23. Juni 79 in Aquae Cutiliae einen natürlichen Tod. Seine Staatsgeschäfte führte er trotz der Krankheit anfangs weiter, doch verstärk dann aufgrund einer Darmgrippe. Seine Asche ist im Mausoleum des Augustus begraben worden.

Was ihn besonders auszeichnete während seines Lebens: Er entstammte nicht dem Patriziat, sondern dem Mittelstand. Außerdem bereiste er sein Land und war mit den Realitäten vertraut. Außerdem sorgte er für eine lange Friedensperiode und konnte seine Regierung auch durchhalten.

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