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Hadrianswall | Verteidigung und römische Kastelle

Birdoswald-Roman-Fort,-Hadrian's-Wall
picture by Carole Raddato
Hadrian’s Wall Roman Fort

Römische Kastelle und Tore des Hadrianswalls

Verteidigung des Hadrianswalls

Durch die vielen Tore wurde der von Küste zu Küste geschlossene Wall trotzdem für die römischen Truppen durchlässig gehalten – allerdings nur nach Norden hin.

Das Ansinnen der Römer war es, herankommende Feinde möglichst früh zu entdecken, weit vor dem Wall abzufangen und im Vorfeld unschädlich zu machen, noch ehe sie die Grenzzone erreichten.

Wachen am Wall

Entlang der Mauer des römischen Hadrianwalls waren im Abstand von je einer römischen Meile zusätzlich Kleinkastelle (Meilenkastelle) an der Südseite des Walls und innerhalb je einer Drittelmeile noch zwei Wachtürme. Der Abstand zwischen den Wachen differierte. Die Meilenkastelle und Wachtürme waren durchnummeriert, beginnend im Osten. Dies war eine übliche Vorgangsweise der Römer für die Organisation des Limes. Entlang der Nordseite wurde hinter einer sechs Meter breiten Berme ein acht Meter breiter und drei Meter tiefer, V-förmiger Graben angelegt, um Angreifer abzuhalten.

Wo der Wall an extrem abschüssigem Terrain, beispielsweise an der vulkanischen Auffaltung des Great Whin Sill (Nationalpark Northumberland) vorbeilief, waren solche Aushebungen nicht nötig. Dort schützte die Natur den römischen Wall. Zusätzlich legten die Römer an der Böschung vom Aushub des Grabens drei Grubenreihen als weiteres Hindernis an. Mit spitz zugerichteten Ästen gespickt, sollten sich Angreifer gut überlegen, hier weiter vorzudringen.

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