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Römer Lexikon

Römische Medizin: die Entwicklung

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In Balsamarium wie diesen bewahrten die antiken Ärzte Salben auf. Flakons wie diese gibt es im Römershops zu entdecken, nebst anderer medizinischer Gegenstände aus der Antike.

Entwicklung: Römische Kunst der Medizin

Bald schon wurde im antiken Rom die medizinische Kunst von der der Apotheker abgekoppelt.

Zu dieser Zeit waren rund 1000 Grundstoffe für Heilmittel aller Art bekannt. Oft mischten die Mediziner ihre Medikamente selbst, insbesondere, wenn sie auf eine „Geheimrezeptur“ zurück griffen. Doch viele Arzneien waren schon damals als effektiv erwiesen und galten als Allgemeingut. Ein Arzt stellte also – so wie heute auch – ein Rezepte aus, das vom Spezialisten, dem römischen Salbenspezialist oder Apotheker zusammen gemischt wurde. Natürlich forschten die Experten auch und verkauften ihre ganz speziellen „Wunderarzneien“. Zumeist aber profitierte von diesem am meisten die Geldbörse des Apothekers. Gesammelt wurden die pharmazeutischen Erfahrungen aus dieser Zeit auch schon literarisch. Aus allen Ecken des Imperiums sammelten die Römer Erkenntnisse über Heilmittel und Medizin. Pharmazeutische Werke gibt es zum Beispiel von Dioskurides (Pharmakologe und Botaniker), Soranos (Gynäkologe) und Rufus (über die Anatomie, Medizintheorie und praktische Anwendungen).

Römische Medizin: Höhepunkt ärztlicher Kunst bei den Römern

Die medizinische Kunst erreichte unter Galenos im 2. und 3. Jhd. n. Chr. ihren Höhepunkt. Danach wurde in erster Linie das bekannte Wissen immer wieder erweitert und neu zusammengefasst. Spezialbücher über die Medizin in der Antike gab es bis in die christliche Zeit. So genannte Kompilatoren, wie zum Beispiel Oreibaskios und Alexandros von Tralleis, sammelten das Wissen auf pharmazeutischem und medizinischem Gebiet und stellten es als Literatur zusammen. Machtlos erwiesen sich allerdings die römischen Spezialisten gegenüber der großen Seuchen des 3. Jhd. n. Chr. Auch die Justinianische Pest von 541/552 n. Chr. erschütterte die religiöse und medizinische Weltanschauung der Menschen.

Spätantike römische Medizin

Die medizinischen Aufzeichnungen der Spätantike konzentrierten sich fast ausschließlich auf die praktische Medizin. Allenfalls durch lateinische Übersetzungen antiker griechischer Schriften gelangte theoretisches Wissen noch in die Medizin dieser Zeit. Auch die magischen Aspekte der Heilkunst zogen wieder ein in die spätantike Heilkunst.

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