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Römer Lexikon

Römischer Triumph – die Siegesfeiern der Römer!

Rom,_Titusbogen,_Triumphzug_3
Der Titusbogen in Rom zeigt einen römischen Triumphzug.
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Was war eigentlich ein römischer Triumph?

Die römischen Triumph-Feiern waren Siegesfeiern und zumeist der offizielle Ausdruck von Freude der Römer über die Bezwingung eines Gegners.

Schon in der Steinzeit feierten die Menschen die Heimkehr erfolgreicher Jäger oder Krieger. Siegesfeiern waren zudem schon sehr früh, ganz kulturunabhängig, auch oft mit dem Dank an diverse Gottheiten verbunden.

Bekannt sind Siegesfeiern nicht nur bei den Römern sondern auch bei zum Beispiel den Ägyptern, den Griechen oder aus Persien. In Rom hießen die offiziellen Siegesfeste Triumph oder Ovatio. Gegen Ende der Republik wurden sie zu Huldigungsfesten zu Ehren der Kaiser und ihrer militärischen Erfolge.

Römische Beute bringt den Triumph ins eigene Land

Eng verbunden war der römische Triumph mit der Stadt Rom und dem Kult des obersten Staatsgottes, Iuppiter Optimus Maximus Capitolinus. Tausende Personen wurden bei diesen römischen Triumphen, die auch religiöse Feiern waren, koordiniert und bewirtet! Und manches Mal ging dies über Tage! Beutestücke wurden durch Rom getragen, etwa fremde Waffen und Kunstwerke. Mit Landes- und Schlachtdarstellungen ergänzten die Triumphierenden die Beutestücke, damit die römischen Landsleute erfuhren, wo die Soldaten erfolgreich gekämpft hatten.

Der römische Gott Iuppiter – über allen römischen Triumphen

Iuppiter (dem griechischen Zeus gleichgestellt), war der höchste römische Gott. Ursprünglich war der römische Göttervater eine alte italische Gottheit des Lichts und der Himmelserscheinungen. Meist wurde er als bärtiger, thronender Vater dargestellt. Als Attribute hatte Iuppiter das Zepter und ein Blitzbündel. Sein heiligstes Tier war der Adler. Der römische Gott Iuppiter stand an der Spitze der alten römischen Göttertrias, neben Mars und Quirinus, und später auch an der neuen, die aus Iuppiter, Iuno und Minerva bestand. Alle Abenteuer und Taten seines griechischen Göttervater Zeus wurden von den Römern auf Iuppiter übertragen. So war er der Sohn des Saturnus (gr. Kronos) und der Rhea (gr. Rheia). Seine Gemahlin war Iuno, die griechische Hera, seine Tochter die Göttin Minerva, der griechischen Athene entsprechend. Im Kalender waren die Iden eines jeden Monats dem römischen Gott Iuppiter heilig.

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