Vigiles – Gab es eine römische Feuerwehr ?

Vigiles, die besonderen Römer

Feuer in Rom römische feuerwehrEine Feuerwehrtruppe (vigiles) gab es bei den Römern erst ab der Kaiserzeit.

Trotz der zahlreichen Brände gab es während der Republik keine funktionierende Feuerwehr. Die Lücke versuchte im 1. Jhd. v. Chr. erstmals Marcus Crassus zu füllen. Er stellte eine Privatfeuerwehr von rund 600 Sklaven auf. Diese griff allerdings nur ein, wenn die Eigentümer der brennenden oder vom Brand bedrohten Immobilien diese zu Schleuderpreisen an Crassus verkauften. Er avancierte auf diese Weise übrigens zum reichsten Mann seiner Zeit.

Im Jahr 26 v. Chr. stellte Ignatius Rufus eine neue Privatfeuerwehr auf, die von keinerlei Bedingungen ihre Dienste abhängig machte. Für sein soziales Engagement wurde Rufus hoch angesehen. Doch Augustus sah in ihm nur einen Rivalen, ließ ihn als Verschwörer verhaften und ins Gefängnis werfen.

Katastrophen in den römische Städten

Brände zählten in Rom neben Hauseinstürzen zu den häufigsten Desastern. Also griff Augustus die Idee auf und gründete seinerseits im Jahr 7/6 v. Chr. eine generalstabsmäßig, staatlich finanzierte Berufsfeuerwehr von rund 3500 Freigelassenen. Dies war auch bitter nötig. Denn Schätzungen zufolge gab es zu dieser Zeit in Rom täglich nahezu 100 Brände, davon 20 gravierend. Die Berufsfeuerwehr war in sieben Kohorten zu je 500 Mann gegliedert. Um 200 n. Chr. wurde ihre Anzahl auf 7000 verdoppelt.

Die Truppe der vigiles („Nachtwächter“) war paramilitärisch organisiert und stand unter Befehl eines praefectus vigilum. Sie war dezentral in mehreren exubitoria („Wachlokalen“) stationiert. Die ganze Nacht wachten sie und liefen gemeinsam in Stiefeln, mit Äxten und Feuereimern ausgerüstet, Patrouille.

Warum es dauernd brannte…

Licht und Lampen der Römer

Antike Öllampen im Römershop!

Die potentiellen Brandherde waren damals zumeist im Winter offene Kohlebecken zum Heizen oder die allseits genutzten offenen Lichtquellen wie Öllampen.

Die vigiles hatten zudem polizeiliche Befugnisse.

Quelle zu Vigiles : Weeber Karl-Wilhelm, Nachtleben im alten Rom, Primus Verlag, 2004.

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