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Was trug der Gladiator in seiner Freizeit?

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Die Kleidung in der Arena war Gladiatoren wichtig.

Einfache Wolle für die Freizeit

Gladiatoren definierten sich über die Kleidung, die sie in der Arena trugen. Es gab zahlreiche unterschiedliche Gladiatoren-Gattungen und jede hatte ihre spezielle Rüstung und Kleidung. Außerhalb der Arena waren die Gladiatoren nicht von anderen Römern zu unterscheiden. Denn in ihrer „Freizeit“ trugen die Gladiatoren, wie andere Römer auch, einfache wollene Tunika.

Gladiatoren waren wie Pop-Idole

Tatsache ist, dass die meisten Gladiatoren keine wohlhabenden Männer waren. Vielmehr kamen zahlreiche Gladiatoren aus den Reihen der Sklaven oder waren Freigelassene. Jedoch gab es sehr erfolgreiche Gladiatoren, die sich auch gute Kleidung leisten konnten und wie Pop-Idole gefeiert wurden und sich entsprechend Mühe um ihr Äußeres gaben. Gladiatoren waren die Pop-Idole der Antike. Sie hatten Fans und Anhänger, die alle ihre Kämpfe sehen wollten! Der Ruf der Gladiatoren war also oft zwiespältig. Einerseits wurden sie gefeiert, andererseits hatten sie in der Gesellschaft keinen allzu guten Status.

Der römische Gladiator hatte kaum Freizeit

Römische Luxusgesetze hielten den Pomp um die Gladiatoren in Maßen. In der römischen Gesellschaft sollte die Kleidung schließlich immer auch Auskunft über den sozialen Status geben. Und Gladiatoren waren zwar gefeiert, gehörten aber nicht zur oberen Schicht. So wurde zum Beispiel nur römischen Bürgern erlaubt, die Toga zu tragen. Der Kaiser war der Einzige, der eine lila farbige Toga tragen durfte. Und so trugen die Gladiatoren in der Freizeit, von der sie wenig hatten, stets eine schlichte Tunika aus Wolle.

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Gladiator trug in der Freizeit Tunika aus Wolle

Gladiatoren, die oftmals Sklaven waren, konnten gute Kleidung kaufen, aber sie waren gezwungen sich auf Tuniken oder Umhänge zu beschränken. Teure Kleidung durften Gladiatoren nur bei öffentlichen Banketten tragen. Am Abend vor dem Kampf in der Arena aßen sie bei einem öffentlichen Bankett „cena libera“. Zur Heldenverehrung durften die Römer als Zuschauer dem Fest beiwohnen. Dies galt der Werbung für die bevorstehende Veranstaltung und um die Wetten zu schüren.