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Römer Lexikon

Römische Musik | Instrumente Teil I

Carole-Raddato-Pompeianum-Musik
Römische Instrumente Flöte und Becken
picture by Carole Raddato

Römische Instrumente in der Antike

Eine der entscheidenden Gaben der Römer war es, Fähigkeit, Ideen und Bräuche aus den Kulturen und Gesellschaften, mit denen sie in Kontakt traten, in ihre römische Welt zu assimilieren. Die römische Musik und auch die antiken Musikinstrumente waren stark von den Griechen beeinflusst. Römische Musik spielte bei vielen verschiedenen Gelegenheiten und Lebenssituationen eine Rolle.

So etwa bei Prozessionen, Hochzeiten und Beerdigungen, bei öffentlichen Schauspielen wie den Spielen im Kolosseum, aber auch bei religiösen Zeremonien und öffentlichen Auftritten.

Einige Musikinstrumente, mit welchen die Römer musizierten, sind die Folgenden: Die Buccina war eine Art Horn-Trompete, die in der Antike ursprünglich aus einer Muschel gefertigt wurde. Später wurde sie auch aus Horn, Holz oder Metall geformt in der Form einer Muschel.

Die Buccina hatte, der Bequemlichkeit halber, ein sehr weites Mundstück, um klangvolle Töne hervorzubringen. Die römische Horn-Trompete erklang hauptsächlich, um die Zeiten des Tages und der Nacht zu verkünden. Auch auf Beerdigungen und bei festlichem Unterhaltungsprogramm wurde die römische Buccina geblasen, als Signal für die bevorstehende oder vollendete Mahlzeit. Der Musiker, der das Horn spielte, hieß Buccinator.

Ein Signal aus dem Cornu

Legion-Cornu
Das Cornu der Legionäre
picture by Andreas Hopson

Das Cornu war ein antikes Blasinstrument aus Horn; erst später aus Metall. Dieses durchaus große Musikinstrument war in der Form eines „C“ gebogen, mit einem Querstück, damit der Musiker das Instrument gut halten konnte.

Ganz ohne Tasten oder Löcher musste der Bläser auf dem Cornu die unterschiedlichen Klänge und Noten nur durch die Luftzufuhr und die Formung der Lippen am Mundstück des Instruments erzeugen.

Das römische Instrument wurde oft auch für Signale genutzt.

Das römische Cymbalum – Becken

Das cymbalum (Becken) bestand aus zwei Halbkugeln (siehe Bild oben), die der Spieler in jeder Hand hielt und gegeneinander schlug. Es wurden mehrere unterschiedliche Arten von Becken bei antiken Monumenten gefunden.

Sie wurden bei der Verehrung von Göttern eingesetzt, etwa der Kybele, des Bacchus, der Juno und anderen Göttern und Göttinnen.