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Römer Lexikon

Antiker Gott | Über Hercules & Herakles

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Herkules-Statue am Promenadentor im Schlosspark von Schloss Augustusburg in Brühl by Frank Vincentz via wikimedia commons
(Gnu Free Licence).

Der Mythos um den antiken Gott Hercules – Herakles

Die Eifersucht seiner Frau Deianeira brachte Hercules den Tod. Denn sie ließ ihn ein vergiftetes Gewand anziehen, das seine Haut verbrannte. Hercules ordnete an, einen Scheiterhaufen für sich zu errichten, damit er sich von den Qualen befreien könne.

Sein Freund Philoktetes brachte als einziger den Mut auf, das Feuer zu entzünden. In seiner Todesstunde senkte sich der Legende nach eine Wolke herab und Hercules wurde zu den Göttern aufgenommen. Iuno versöhnte sich mit ihm und gab ihm ihre Tochter Hebe zur Frau.

Die Mythologie um den römischen Gott Hercules

In der römischen Mythologie kannte man auch noch Taten des Hercules, die beim griechischen Herakles nicht vorkommen. Überhaupt vermischen sich hier die Geschichten aus der griechischen und der römischen Mythologie. Laut römischer Legende soll Hercules während seiner Rückkehr mit den Rindern des Geryoneus aus Spanien ein Scheusal namens Cacus, das die Einwohner Latiums terrorisierte und auf dem Aventin (oder Palatin) wohnte, vernichtet haben. Auf dem späteren Forum Boarium widmeten die Römer dem römischen Gott Hercules ein Ara Maxima (großer Altar).

Samt der daneben errichteten Bronzestatue mit dem Beinamen triumphalis, ist die die Anlage vor der Stadtgründung Roms zu vermuten. Der Kult um den Hercules soll vom arkadischen König Euander eingeführt worden sein. Bei Triumphzügen wurde die Statue aus etruskischem Erz wie ein Triumphator gekleidet. Da die Riten um den römischen Gott Hercules weder griechisch noch italisch waren, führt man sie auf die Phönizier zurück.

Dem römischen Gott Hercules huldigen

Der Verkehrsknotenpunkt am Forum Boarium wurde während der Republik weiter ausgebaut und der römische Gott Hercules erfreute sich vor allem auch im privaten Bereich bei den Römern großer Beliebtheit. Neben dem Hercules-Kult gab es auf dem Forum Boarium dann eine zweite Kultstätte für den so genannten tönernen Hercules – der aus Ton gefertigt war. Noch bis ins 15. Jahrhundert stand ein Hercules-Tempel auf dem Forum Boarium in einem recht passablen Zustand.

Das Gebäude wurde immerhin bereits 142 v. Chr. im Amtsjahr der Censoren Lucius Mummius und Scipio Aemilanus eingeweiht und beschrieb die Form einer aedes rotunda, eines Rundtempels nach etruskischem Stil mit Säulenumgang. Sogar heute steht noch auf dem Forum ein Rundtempel des Gottes Hercules mit korinthischen Säulen. Rundtempelanlagen wurden jedoch nicht nur für den römischen Gott Hercules vorwiegend errichtet. Auch der Göttin Diana, Mercurius und Vesta wurden runde Tempel gewidmet.

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