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Römer Lexikon

Römischer Schmuck: Kette & Tasche eigens kreiert

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Ketten und Ohrringe nach antiker Facon
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Römischer Schmuck und Tasche: selbst gemacht!

Halsketten, Armreife und Ringe wurden während der Kaiserzeit gern getragen und waren bei den Römern – wie heute auch – Ausdruck des sozialen Status.

Im 2. Jhd. n. Chr. waren Drahtglieder-ketten beliebt, unter ihnen die so genannten Fuchsschwanzketten, die an eine geflochtene Schnur erinnern. Gegen Ende des 2. Jhd. kamen Ketten mit farbigen Steinen oder Glaspasten in Mode. Besondere Wirkung erzielte die Abwechslung von Steinen und Metallplättchen. Ringe wurden an jedem Finger, außer dem Mittelfinger getragen. Als Motive bei Armreifen waren Schlangen en vogue – auch wegen ihres Unheil abwehrenden Charakters. Auch Gliederarmbänder waren bei Römerinnen beliebt. Hier erhalten Sie die Anleitung zum Selbstbasteln einer Fuchsschwanzkette!

Römischer Schmuck: Kette selbst gemacht!

Benötigt werden Silberdraht (1 mm Durchmesser) in 5-cm-Stücken, ein Lötkolben, eine Rundzange ein Seitenschneider und ein Rundstab (eine dicke Stricknadel).

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Der Draht wird zu runden Kettengliedern gebogen und gelötet. Diese werden zu Ovalen ausgezogen und in der Mitte eingebogen, sodass eine Acht entsteht. An ihrer dünnsten Stelle wird die Acht nun über Rundzange und Stricknadel gebogen, sodass die beiden Rundungen einander nahezu kugelförmig, also nicht flach gepresst, gegenüber liegen. Die einzelnen Kettenglieder werden mithilfe der Zange ineinander gehängt. Es entsteht eine einfache Fuchsschwanzkette.

Und so geht eine selbst gefertigte römische Tasche:

Römer trugen Taschen aus allerlei Gründen: Hinein kamen Wachstafeln, Proviant oder Reisegepäck, aber auch Kleinkram, wie man ihn heute mit sich herum schleppt. Die Tasche, welche hier zum Nachbau vorgeschlagen ist, hat eine Geschichte, denn sie wurde 1961 in einer Höhle am Toten Meer gefunden. Eine Frau namens Babatha hatte auf der Flucht darin ihre sämtlichen Papiere in Sicherheit vor den Römern gebracht. Seither wird die Höhle „Cave of letters“ (Höhle der Briefe) genannt.

Zur Anfertigung:

Man braucht dazu: Ziegenleder (zirka 0,8 bis 1 mm stark – ein Stück 34 * 34 cm als Grundfläche der Tasche – ein Stück 28 * 12 cm, aus dem zwei Keile geschnitten werden. Ziegenleder gleicher Stärke in einer anderen Farbe für Besätze und Riemen: ein Riemen 100 * 0,5 cm (oder zweimal 34 * 3 cm), ein Riemenrest zum Flechten der Halteschnur, zwei Fransenstücke, zirka 15 * 2,5 cm, ein Lederstück für die gewünschte Applikation, Ledernähzeug.

Alle Teile werden zugeschnitten. Keile in den Taschenkörper einnähen und anschließend dir Naht bis zur Oberkante schließen. Applikationen mit einem Fransenbesatz verbunden vorne mittig aufnähen. Randverstärkung oben aufnähen, dabei zwei der Fransenapplikationen vorne links und rechts der ersten Verzierung mit einnähen. Rand mit sechs Löchern auf jeder Seite lochen und den schmalen Riemen durchziehen. Eine zusätzliche Halteschnur flechten, ein weiteres Loch am Rand ausstanzen und die Schnur einziehen.

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