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Römer Lexikon

Römischer Triumph: Was war das?

Schlacht Römer Traianssäule
Traianssäule: Große Schlacht; römische Ballistae (Pfeil- und Steingeschütze) auf Befestigungsmauern. Conrad Cichorius/Wikimedia commons.

Römischer Triumph: Wo kam der Name her?

Das lateinische Wort triumphus wurde aus dem Etruskischen übernommen. Diese wiederum hatten das Wort vom Griechischen thriambos entlehnt.

Die Quelle des Wortes thriambos liegt allerdings in Kleinasien, wo es als Beiname des Gottes Dionysos diente.

Was war ein klassischer römischer Triumph?

Ein Triumph war für die Römer eine Sieges- und Reinigungsfeier mit religiös-politischem Hintergrund. Die Wurzeln einer solchen Zeremonie lagen in etruskischen Siegesfeiern, über die allerdings wenig bekannt ist. Sicher ist aber, dass die Ehrung der römischen Triumphe auf Feldherren beschränkt waren, die das Imperium besaßen. Nach 45 v. Chr. erscheinen auch Legaten als Triumphatoren. Durch das Imperium musste der Feldherr mit dem Senat von Rom über die Abhaltung eines Triumphs außerhalb des pomeriums (der religiös-rechtlichen Stadtgrenze) verhandeln.

Komplexe römische Veranstaltung, so ein Triumph!

Damit ein Triumph abgehalten werden konnte, mussten Bedingungen erfüllt sein. Es musste einen bellum iustum, einen gerechten Krieg, gegeben haben. Für militärische Siege in einem Bürgerkrieg etwa, gab es folglich keinen Triumph. Ausnahmen gab es erst in der Spätantike. Hier einige Beispiele für solche Triumphe: Etwa in 312 feierte Konstantin einen Triumph über Maxentius, Constantius II 357 über Magnentius oder in 389 Theodosius, der über Magnus Maximus triumphierte. Die zweite Bedingung für einen Triumph war, dass mindestens 5.000 Feinde getötet worden sein mussten. Dies wurde vermutlich erst im Laufe der Republik eingeführt. Jedoch war diese Totenzählung sicherlich immer auch der Auslegung unterlegen und wurde deshalb vermutlich nicht immer eingehalten. Bevor ein Feldherr um Triumph ansuchen durfte, musste er zudem von seinen Soldaten in seiner Befehlsgewalt bestätigt werden.

Schlacht Römer Traianssäule

Römischer Triumph: Der Senat entschied

Ob ein römischer Triumph durchgeführt wurde, entschied der Senat. Allenfalls die Volkstribunen oder die Volksversammlung konnten ihr Votum noch einbringen. Denn weil der Triumph eine offizielle römisch Feier war, trug der Staat die Kosten für die Feierlichkeit. Der Senat setzte auch die dafür aufzuwendende Summe fest. Verweigerte der Senat den Triumph durch die Stadt zum römischen Capitol, konnte der Feldherr immer noch einen ovatio, also einen kleinen Triumph, durchführen, oder er initiierte einen so genannten „triumphus in monte Albano“. Ziel des Zuges war dann nicht das Capitol, sonder der Albaner Berg. Diese mussten allerdings auf eigene Kosten veranstaltet werden. Erstmals zog ein Triumphzug auf den Albaner Berg im Jahr 231 v. Chr.