Kategorien
Römer Lexikon

Geschichte Roms: Samnitenkrieg und Via Appia

Via Appia-Porta_san_sebastiano
Roma, via Appia Antica: Porta San Sebastiano by Lalupa via wikimedia commons.

Die Geschichte Roms – die Samnitenkriege

Zu den gefährlichsten Feinden der römischen Kolonisten zählten die Samniten. Sie waren kriegerische Hirten, die in unbefestigten Dörfern auf dem Apennin lebten. Im Landesinneren bildeten die Samniten vier große Stämme.

In einem militärischen Bund waren diese vereint. Um die Mitte des 4. Jhd. v. Chr. waren die Samniten die stärkste politische Einheit in Italien, denn sie hatten nicht nur eine doppelt so große Bevölkerung wie die Römer sondern auch ein doppelt so großes Gebiet unter ihrem Einfluss. Ein Teil der Samniten war gar schon in die Campania ausgewandert. Die Föderation, die sie dort gebildet hatten, war jedoch im ersten Samnitenkrieg von den Römern unterworfen worden. Dies jedoch wollten die noch in Mittelitalien lebenden Samniten nicht einfach hinnehmen. Die Samniten besetzten also die alte griechische Niederlassung Neapolis, wurden jedoch von den Römern vertrieben. Von 327 bis 304 v. Chr. dauerten die Kämpfe zwischen den Römern und den Samniten an – ein komplizierter Krieg, der als zweiter Samnitenkrieg in die römische Geschichte einging.

Geschichte Roms: Siege der Samniten

Zunächst stand es in den Kämpfen der Geschichte Roms zwischen den Römern und den Samniten für das Hirtenvolk besser. Die Römer mussten während des ersten Feldzugs die schwerste Niederlage seit 60 Jahren hinnehmen. Eine gesamte Armee wurde bei den Kaudinischen Pässen östlich von Capua zur Kapitulation gezwungen. Cales und Fregellae mussten die Römer räumen und verzichteten in der Folge in den nächsten fünf Jahren auf ein weiteres militärisches Vorgehen. Als jedoch die Kämpfe wieder auflebten, mussten die Römer erneut Niederlagen hinnehmen. Die Samniten fielen ins Latium ein! Dennoch schafften es die Römer die feindlichen Hirtenvölker am weiteren Vordringen zu hindern.

Der Bau der via Appia in der Geschichte Roms

Mit dem Bau der rund 220 Kilometer langen via Appia durch die Küstenebene, verfügte Rom über ein neues Instrument der Kriegsführung in der Geschichte Roms. Die via Latina, durchs Landeinnere, war zu sehr den Angriffen der Samniten ausgesetzt. Die neue Straße verlief schnurgerade und verfügte über Brücken an Flussläufen und Viadukte an Sumpfgebieten oder Tälern. Die so geschaffene, bessere Verbindungsmöglichkeit führte schließlich zum Sieg der Römer über die Samniten. Mit diesem Erfolg hinderten die Römer die Samniten, weiter nach Süditalien vorzudringen und in Zukunft blieb Rom seinen Feinden in Bevölkerungszahl und Territorium überlegen.

Via Appia-Porta_san_sebastiano