Römische Kaiser | Nero

Nero

Nero römischer Kaiser
Büste Nero´s

Kaiser Nero

Nero wurde am 15. Dezember 37 in der kleinen italischen Küstenstadt Antium als Lucius Domitius Ahenobarbus geboren. Seine Mutter Agrippina war die Tochter des Germanicus und die Schwester von Kaiser Gaius.

Regierungszeit: 54 -68 n.Chr.

Neros Vater starb schon, als er drei Jahre alt war und seine Mutter wurde von Gaius (Caligula) auf die Pontischen Inseln verbannt. Er hatte also, wie man daraus entnehmen kann, eine schwierige Kindheit. Das Vermögen der Familie fiel ebenso an den Kaiser.  Nach ihrer Rückkehr aus dem Exil heiratete sie gleich Claudius und dieser adoptierte Nero.

Nero Kaiser wieder Willen !

Nero wurde von Claudius als Thronerben eingesetzt und wurde durch die Gardisten zum Kaiser erhoben, obwohl Britannicus neben ihm als Kandidat bereitstand (er ist der eigentliche Sohn des Claudius).

Seneca Neros Lehrer

Seneca Büste
Neros Lehrer

Seneca schrieb viele Reden Neros‘, der sich um seine Bildung kümmerte und eine Art Ziehvater darstellte.

Agrippina war damit die Mutter eines werdenden Kaisers und die Frau zweier Kaiser und nahm deshalb eine Sonderstellung ein.

Sie nahm zuerst die Regierungsgeschäfte in die Hand, die dann auf Nero übergingen, bis er sie irgendwann in den Palast verbannte, sodass sie nie mehr an Banketten teilnehmen konnte.

Da sie ihn in seiner Politik störte, tötete Nero in der Folge seine Mutter und stellte es in der Öffentlichkeit mit Hilfe Senecas als Selbstmord dar.

v NeroNero soll auch (so wird behauptet) homosexuell gewesen sein (seine Partner hießen Pythagoras und Sporus). Allerdings hatte er auch Frauen: die Sklavin Acte und Poppaea Sabina (die Ehefrau von Marcus Otho).

Seine Ehefrau hieß Octavia und war die Tochter von Claudius.

Er begeisterte sich für Musik: er lud den bekanntesten Lyraspieler Terpnus zu sich ein.

Nero erlaubte aber die Proskription und führte die Hochverratprozesse wieder ein. Nero ernannte in seiner Amtszeit auch Tiridates I. zum König von Armenien.

Der Brand am Circus Maximus ist besonders interessant an Neros politischer Laufbahn (10 bis 14 Stadtteile verbrannten, sowie der Palast auf dem Palatin). Die einen stellen ihn als guten Retter vor den Flammen dar, andere gehen davon aus, dass er damit bloß neuen Bauplatz (z.B. für das Goldene Haus, „domus aurea“) schuf.

In der „Pisonischen Verschwörung“ (einige Senatoren versuchten Nero zu erdolchen) übte Nero bittere Rache und ließ rund zwei Dutzend Verschwörer hinrichten, wobei er auch zum ersten Mal Folter anwendete; und auch Seneca war dabei.

Zu seinem Tode: Nero beging in seiner Villa Selbstmord, bevor ihn Soldaten töten wollten (der Senat erklärte ihn zum „hostis publicus“ – Feind des Volkes). Militärische Erfolge errang der Kaiser nicht (im Nachhinein). Mit ihm endet die julisch-claudische Dynastie (er hatte keine Nachkommen) und beginnt der Bürgerkrieg, da das Land durch den Bruch mit der Dynastie nicht stabil genug war, um es wirklich effektiv regieren zu können.

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