Römischer Kaiser Claudius: Reformator mit Laster

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Römischer Kaiser Claudius

Brachte Reformen auf den Weg: Kaiser Claudius

Unter diesem Kaiser wurden wieder Reformen in die Wege geleitet, wie es zuvor Augustus tat. Unter ihm wurde das Römische Reich wieder vergrößert.

Er selbst gab sich privat vielen Lasterhaftigkeiten hin: er trank zu viel Alkohol und war ein Spieler. Positiv herauszuheben ist aber sein Interesse an historischer Forschung.

Regierungszeit: 41 – 54 n.Chr.

Claudius wurde als Tiberius Claudius Drusus am 1. August 10 v.Chr. in Lugdunum (Lyon) geboren. Er war der jüngste Sohn des Nero Drusus, dem Bruder des Tiberius, und Antonia d.J., einer Tochter des Marc Anton und der Octavia.

Claudius wurde im Jahre 37 n.Chr. Senator und Konsul. Nach dem Tod von Gaius (Caligula) versank das Reich fast im Caos und der Senat wollte deshalb so schnell wie möglich Ruhe und Sicherheit schaffen. Dabei spielte die Prätorianergarde aber eine gewichtige Rolle und diese ernannten Claudius dann zum Kaiser in ihrer Kaserne. Das geschah bereits einen Tag nach Caligulas Tod. Claudius ließ nun die Drahtzieher des Mordes an Caligula hinrichten. Als nächstes ließ er die Hochverratsprozesse abschaffen, wobei überliefert ist, dass er zum Beispiel Appius Silanus hinrichten ließ, da er sich um die Heirat mit Domitia Lepida drückte.

Kaiser Claudius als römischer Herrscher

Claudius´ Besonderheit in seiner Amtszeit war die Zentralisierung der Verwaltung: Er setzte den Beruf des Zensoren in Kraft, und bekleidete das Amt auch zeitweise selbst.

iiii ClaudiusEr ergänzte das Reich um fünf neue Gebiete: Britannien, Thrakien, Lykien, Mauretanien und Noricum.

Und er bemühte sich darum, die neue Bevölkerung um das römische Bürgerrecht zu bereichern. Somit konnten, entgegen jeder Praxis, einige gallische Fürsten Senatoren werden.

Britannien sollte nach Claudius´ Willen nun durch Invasion erobert werden. Die Eroberung Süd- und Mittelenglands sorgten dafür, dass er im Volk sehr populär wurde.

Der Kaiser war kein „Reisekaiser“, d.h. er blieb, bis auf seinem Frontbesuch in Britannien, die meiste Zeit in Rom. Außerdem muss angefügt werden, dass er den Fluss Fucine trockenlegen wollte um das Getreideproblem in Rom zu lösen. Gleichzeitig wagte er ein ebenfalls kostspieliges Projekt: den Bau des Getreidehafens Portus an der Tibermündung bei Ostia. Ebenso kann man ihm den Bau zweier Aquädukte zuschreiben.

Claudius starb in der Nacht vom 12. auf den 13. Oktober 54 und vermachte das Imperium seinem Adoptivsohn Nero.

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Claudius Büste – Vatikan
Wikimedia Commons

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