Blütenkranz & Salbe gegen Kopfschmerz & Kater!

Wenn es in Rom zu Trinkgelagen kam, schlugen diese nicht selten über die Stränge. Man tauchte nicht selten in eine entspannte Freizeitwelt ein, in der es keine Sorgen gab und in der man sich nach Strich und Faden vergnügen durfte…

Damit wurde Bacchus nicht selten als Lyäus, der Sorgenbrecher, verehrt, auch als Schutzgott und „Arznei ohne Sorgen“.

Römische Kränze

Römische Blumen-Kränze

Dabei wurden Efeu-, Eppich- oder Myrtenkränze (coronae convivales) auf dem Kopfe getragen, wobei „die Rose regierte“  also häufig verwendet wurde („um regnat rosa“), die man sich in die Haare steckte.

Also Blütenkränze und Salben überall wo man hinschaute. Diese waren  sehr nützlich gegen Kopfschmerzen und den Alkohol Kater.

Unguenta römische Salben

Antikes Parfüm

Römisches Parfüm im Balsamarium

Mit Salben („unguenta“) rieb man sich dann Hände, Gesicht, Haare und Bart ein, um so den eigenen Körpergeruch zu übertünchen. Sklaven teilten die Kränze und Salben an die Gäste aus.

Bei anderen, extremeren Gastgebern wie Trimalchio inszenierte er am Beginn eines Gelages eine Showeinlage: Die Decke beginnt zu knarren, der Speisesaal bebt, die Gäste schauen ängstlich nach oben, da teilt sich die Decke und es sinkt ein Reifen herab, an dessen Rundung goldene Kränze mit Parfümflakons hingen. Es ist festzustellen, dass die Römer sich während ihrer Trinkgelage gar nicht so ernst und würdevoll benahmen, wie man sie sich so allgemein hin vorstellte.

Sorgen zerstreut Bacchus

Dabei schreibt Horaz über Trinkgelage im Freien zu Blütenkränze und Salben : „Komm, lass uns sorglos unter der ragenden Platane  lagern, unter der Fichte hier, und zechen, weil´s noch geht, die grauen Locken mit Rosen bekränzt und duftend von syrischem Balsam! Nagende Sorgen, sie zerstreut uns Bacchus.” (carmina II 11, 13 ff.)

Das Trinkgelage galt vielen als der Ort des „otium“, der entspannten Muße. Heiterkeit, Frohsinn und Genuss standen im Vordergrund jedes Trinkgelages. Es war bei vielen Beerdigungsfeiern sogar so, dass sie sehr schnell ausarteten und sie durch Gesetze der Decemviri verboten wurden.

Vielfach wurde der Wein in Rom als Sorgenlöser angesehen und der Weingott Bacchus verehrt. Blütenkränze und Salben durften selbst da nicht fehlen.

 

 

 

Quellen zu Blütenkränze und Salben : Nachtleben im alten Rom, Karl Wilhelm Weeber, Primus Verlag

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