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Römer Lexikon

Die Geschichte des Meer-Riesen Atlantik

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Luftbild von Grönland, während eines Transatlantikflugs aufgenommen by Túrelio Licensed under CC-BY-SA-2.5 via wikimedia commons.

Antiker Atlantik – über den Meer-Riesen Atlantik

Zahlreiche Inseln und Inselgruppen gestalten die Geografie des Atlantischen Ozeans sehr abwechslungsreich. Ganz im Norden des Weltmeers liegt die größte Insel der Erde: Grönland.

Island ist ein über das Meer ragender Teil des Mittelatlantischen Rückens. Die britischen Inseln wurden übrigens erst durch das Ende der Eiszeit zu Inseln. Die Kanaren, Madeira und die Azoren waren bereits den Phöniziern bekannt! Die Karibik besteht aus unzähligen, unterschiedlich großen Inseln, diversesten Aufbaus. Südlich des Äquators dominieren Felsen im Meer, wie etwa die Falkland-Inseln. Der Atlantik ist eines der heute meist befahrenen Meere und etwa zwei Drittel aller Welthäfen liegen an seinen Küsten. Der Fischfang spielt in allen Regionen, welche am Atlantik zu Hause sind, eine große Rolle.

Die Geschichte des Meer-Riesen Atlantik

Die erste Vorstellung von Okeanos war ein die scheibenförmige Erde umfließender Weltenstrom. Der Okeanos bildete nach damaliger Vorstellung die äußere Grenze der Erde. Im äußersten Westen liegt noch die Insel Aia, die über die Kolonie Phasis von Kolchos erreichbar sein sollte (Argonauten-Sage) und das Eiland von Erytheia. An der Nordküste des Okeanos wohnten die Kimmerier und im Süden die Äthiopier. Der Strom war nicht nur eine geografische Grenze in der Vorstellung der Menschen in der Antike sondern er trennte auch das Reich der Lebenden von dem der Toten, das dem Glauben nach über den westlichen Erdrand erreichbar war. Die erste Kenntnisnahme des Okeanos als existierendes Meer fand in der 2. Hälfte des 7. Jhd. v. Chr. statt.

Der Okeanos gedeiht zum Weltmeer

Durch den Informationsfluss zwischen Griechenland, seinen Kolonien und der europäisch-afrikanischen Atlantikküste, erkannten die antiken Menschen immer mehr den Okeanos als Meer an und die Vorstellung von einem Fluss löste sich langsam auf. Damals entstand auch die Bezeichnung Atlantisches Meer. Im 4. Jhd. v. Chr. meinte die Bezeichnung E exo thalatta bereits den ganzen Ozean; auch wenn seine wahre Dimension noch nicht bekannt war. Die von ägyptischen und babylonischen Einflüssen geprägte Geografie des Thales von der wassergetragenen Welt geht mit dieser Vorstellung konform.

Natürlich bedingte die Erkenntnis, dass die Erde keine in einem Meer schwimmende Scheibe, sondern eine Kugel im Weltenraum ist, eine Änderung der geografischen Einschätzung des Okeanos – des Meer-Riesen Atlantik. Ab dann gab es zwei Darstellungsformen des Atlatiks: Die erste zeichnet den Okeanos als ein System von zwei sich kreuzenden Kanälen, die zweite sieht ihn als ein Weltmeer, in dem das Festland eine Insel ist. Die Darstellung als sich kreuzende Flüsse überlebte jedoch die Antike und prägt bis heute das Herrschaftssymbol des mittelalterlichen Reichsapfels, dessen Kreuz die vier Weltgegenden, durch den Weltenstrom getrennt, symbolisiert. Lediglich die Breite des Stroms schwankte in den Jahrhunderten.

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